Heute ist der 31.05.2026 und die Situation im Ebersberger Forst ist alles andere als rosig. Die Messstation in Hohenlinden hat einen aktuellen Grundwasserstand von 20,43 Metern verzeichnet – das ist der niedrigste Wert seit Beginn der Messungen. Man könnte fast meinen, die Erde selbst seufzt, so trocken ist es. Diese Trockenheit hat nicht nur einen Einfluss auf die Natur, sondern bringt auch eine gehörige Portion Nervosität mit sich, besonders wenn man an die erhöhte Waldbrandgefahr denkt. Der Grafinger Meteorologe Björn Walz macht deutlich, dass die ersten fünf Monate des Jahres 2026 viel zu wenig Niederschlag gebracht haben. Da fragt man sich, wo der Regen geblieben ist – ein echtes Mysterium!

Die Grundwasserstände in Bayern zeigen seit 2003 ein mittleres jährliches Defizit von rund 15 Prozent. Tobias Hafner, der Behördenleiter des Wasserwirtschaftsamtes Rosenheim, hat da eine klare Erklärung: Der Rückgang des Grundwassers ist auf das ausbleibende Regenwasser zurückzuführen. Es ist kein Geheimnis, dass wir uns in einer Zeit des Wassermangels befinden. Niedrige Grundwasserstände könnten zwar Auswirkungen auf flachgründige Brauchwasserbrunnen und Grundwasserwärmepumpen haben, aber Hafner beruhigt: Die Wasserversorgung der Landkreisbürger ist in der Regel nicht gefährdet, da die meisten durch Brunnen versorgt werden. Immerhin ein kleiner Lichtblick in dieser trüben Lage.

Waldbrandgefahr und Borkenkäfer

Doch die Hitze und Trockenheit haben auch ihre Schattenseiten. Michael Waldherr, stellvertretender Betriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten, warnt eindringlich vor einer akuten Waldbrandgefahr. „Bitte seid vorsichtig im Forst!“, appelliert er. Die anhaltende Trockenheit könnte zudem den Borkenkäferbefall begünstigen, insbesondere bei den Fichten im Ebersberger Forst. Man kann sich nur zu gut vorstellen, wie die kleinen Plagegeister bei diesen Bedingungen fröhlich ihr Unwesen treiben – ein echtes Dilemma für die Waldbewirtschaftung.

Und trotz all dieser beunruhigenden Nachrichten gibt es auch positive Ansätze. Der Wasserversorger Vemo, der etwa 50.000 Einwohner in Pliening, Poing, Vaterstetten und Zorneding versorgt, sieht – zumindest vorerst – keine akute Wasserknappheit. Es gibt einen leichten Abwärtstrend, der durch den steigenden Wasserverbrauch und versiegelte Flächen bedingt ist, aber der Optimismus bleibt bestehen. Man fragt sich, wie lange dieser Optimismus noch trägt, wenn der Regen weiterhin auf sich warten lässt.

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Insgesamt zeigt die Situation, dass wir alle ein bisschen mehr auf unsere Wasserressourcen achten sollten. Die Natur ist ein empfindliches Gefüge und wir müssen darauf achten, dass wir sie nicht überstrapazieren. Vielleicht ist es an der Zeit, wieder mehr auf Regenwasser zu setzen oder sich mit dem Thema Wassersparen auseinanderzusetzen. Wer weiß, vielleicht ist der nächste Regen ja schon um die Ecke … oder auch nicht. Die Hoffnung stirbt zuletzt!