Vaterstetten: St. Peter und Paul braucht 159.000 Euro für Renovierung!
Die St. Peter und Paul Kirche in Neufarn steht vor einer grundlegenden Renovierung, die dringend notwendig ist. Die Fassade und das verrostete Turmkreuz bedürfen einer umfassenden Auffrischung. Laut Merkur sind auch die Putz- und Fassadenschäden am Kirchturmfundament sowie an der Portalseite ein ernsthaftes Anliegen. Der letzte Anstrich fand vor bereits 28 Jahren statt, sodass nun höchste Zeit für eine Auffrischung ist.
Die geplanten Sanierungsmaßnahmen sind umfangreich: Vom Abtragen des zementhaltigen Putzes bis zur Erneuerung mit atmungsaktivem Putz, über Ausbesserungen am Turm und Westportal bis hin zum neuen Anstrich der Fassade. Auch die Zifferblätter der Turmuhren werden neu lackiert. Geplant sind zudem Reparaturen am Turmhelm und die Sanierung des Kreuzes sowie der Kugel. Um defekte Gläser in der Bleiglasrosette am Portal wird sich ebenfalls gekümmert. Die Gesamtkosten dieser Renovierung werden auf knapp 159.000 Euro geschätzt.
Finanzierung der Renovierung
Die Finanzierung gestaltet sich wie folgt: 100.000 Euro kommen aus der Instandhaltungsrücklage des Erzbistums, während 23.500 Euro aus Spenden generiert wurden. Die fehlenden 35.000 Euro sollen durch Denkmalförderungen und einen Zuschuss der Gemeinde Vaterstetten gedeckt werden. Ein Antrag auf 10.000 Euro Zuschuss liegt bereits vor. Der Gemeinderat hat zudem einstimmig einen Zuschuss von 7.000 Euro für die Neufarner Kirche bewilligt. Der Auszahlung wird jedoch erst im kommenden Jahr erfolgen. Wie Merkur feststellt, genehmigt die Gemeinde in der Regel Renovierungsanträge von Sakralbauten mit etwa 20 Prozent, hat damit jedoch keine rechtliche Verpflichtung verbunden.
Die Freigabe der Renovierung durch das Ordinariat wird als Formsache angesehen und steht noch aus. Die Bauzeit wird auf rund 15 Wochen geschätzt, mit dem ambitionierten Ziel, die Westfassade noch in diesem Jahr fertigzustellen. Die Renovierung des Turmes könnte sich auf das Jahr 2027 verschieben und stellt damit eine Herausforderung dar.
Wie sieht es anderswo aus?
Im Nachbarort Feldkirchen-Westerham wird ebenfalls an der Kirche St. Peter und Paul gearbeitet. Hier hat die Außensanierung des Turms bereits begonnen, und die Gesamtkosten für diese Sanierung betragen 140.000 Euro, wovon die Gemeinde 20% übernimmt. Auch dort sind die Arbeiten vielfältig: vom Dach über die Fassade bis hin zu Tuffsteingrundmauern und Gesimsblechen. Der Fortschritt kann bereits gefeiert werden, denn die Turmbekrönung wurde festlich abgenommen; Gerüste stehen bereits für die anstehenden Arbeiten. Wie OVB berichtet, wird die Kirchturmuhr ebenfalls repariert, und die letzten Verputz- und Spenglerarbeiten laufen auf Hochtouren.
Um die Finanzierung dieser wichtigen Maßnahme zu unterstützen, plant die Kirchgemeinde ein Benefizkonzert und ein Dorffest, wobei die Erlöse in die Sanierung fließen sollen. Die breite Unterstützung aus der Gemeinde zeigt, wie wichtig die Kirchen und ihr Erhalt für die Dorfgemeinschaft sind.
Abschließend lässt sich sagen, dass sowohl in Neufarn als auch in Feldkirchen-Westerham das Engagement der Gemeinden für ihre Kirchen offensichtlich ist. Wie das Sprichwort sagt, „Gemeinsam geht’s besser“ – die Bürger:innen zeigen, dass sie bereit sind, sich für das Erbe ihrer Heimat einzusetzen.


