Ebersberg verbindet: Miteinanderfahrt bringt Menschen zusammen
In Ebersberg gibt es so einiges zu entdecken – und das nicht nur in Form von malerischen Landschaften oder historischen Gebäuden. Eine spannende Initiative, die wirklich dazu beiträgt, Menschen zusammenzubringen, ist die „Miteinanderfahrt Süd“, die von Altbürgermeister Bernhard Winter ins Leben gerufen wurde. Diese Veranstaltung zielt darauf ab, den Austausch zwischen Menschen verschiedenster Herkunft und Berufszweige zu fördern. Der letzte Ausflug brachte 20 Teilnehmer zusammen, darunter Manager, Lehrer und Schüler, die sich auf eine Tour durch die Gemeinden im südlichen Landkreis Ebersberg machten.
Die Stimmung war von Anfang an locker und einladend. Josef Oswald, der Bürgermeister von Glonn, empfing die Gruppe mit frisch gebrühtem Kaffee und Brezn. Nach einem kurzen Plausch über die geplante Verlegung der Plenarsitzungen ins neue Feuerwehrhaus, ging es auch schon los. Ein Highlight war sicherlich der schiefe Maibaum von Glonn, der nach einem Sturm umgelegt werden musste – ein gutes Gesprächsthema, das die Teilnehmer dazu brachte, sich auszutauschen und eigene Geschichten zu erzählen.
Ein Blick in die Vergangenheit
Die Tour führte weiter zu historischen Mühlen und dem Geburtshaus der Dichterin Lena Christ, was für viele Teilnehmer eine ganz besondere Bedeutung hatte. Felix, ein Schüler der Lena-Christ-Realschule, erklärte, wie wichtig dieses Gebäude für die Region ist. Man spürte förmlich, wie die Begeisterung für die Literatur und die Geschichte des Ortes durch die Runde schwebte. Olga Siegel und Tatiana Mehlbrech berichteten von ihrer Arbeit mit ukrainischen Geflüchteten, was die Gespräche zusätzlich bereicherte. Solche persönlichen Erlebnisse fördern den Dialog und helfen, Vorurteile abzubauen.
In Egmating angekommen, stand der Dorfladen auf der Agenda. Bürgermeisterin Inge Heiler erzählte von den anfänglichen Schwierigkeiten des Ladens und wie er sich mittlerweile als sozialer Treffpunkt etabliert hat. Das zeigt doch, wie wichtig lokale Initiativen in unseren Gemeinden sind. Ein bisschen weiter, in Jakobsbaiern, erklärte Bürgermeister Martin Riedl die Geschichte des Kirchturms ohne Kirche – ein echtes Stück Geschichte, das die Neugierde der Teilnehmer weckte.
Musikalischer Abschluss
Der krönende Abschluss der Miteinanderfahrt fand in Piusheim statt: Schulleiter Hartmut Lüling gab ein Klavierkonzert, das die Gäste begeisterte. Nach einem langen Tag voller Gespräche, Erlebnisse und neuen Bekanntschaften war Bernhard Winter sichtlich erfreut über den Verlauf der Veranstaltung. „Es ist einfach schön zu sehen, wie Menschen aus so unterschiedlichen Lebenswelten zusammenkommen und miteinander ins Gespräch kommen“, sagte er und die Teilnehmer nickten zustimmend.
Wir dürfen gespannt sein, was die Zukunft bringt. Am 27. Juni ist eine neue Miteinanderfahrt nach Erding, Moosinning und Neuching geplant, die mit einem Besuch des Sommerfests im Förderzentrum der Nikolaus-Schule Erding endet. Wer weiß, vielleicht wird die nächste Runde noch bunter und abwechslungsreicher – Ebersberg zeigt, wie Gemeinschaft gelebt werden kann!


