Heute ist der 6.07.2026 und in Dillingen an der Donau gibt es viel zu berichten über das Landleben in Bayern. Besonders spannend sind die Geschichten von zwei jungen Menschen, die ihre Träume in der Landwirtschaft verwirklichen. Moritz Kosteletzky und Ramona Bertl zeigen uns, dass das Leben auf dem Land nicht nur hart, sondern auch voller Möglichkeiten und Kreativität steckt.

Moritz, gerade einmal 24 Jahre alt, hat seine Karriere im Landwirtschaftssektor mit einem alten Bauwagen begonnen, den er für 600 Euro erstanden hat. Mit seinem Opa hat er diesen Wagen liebevoll zum Hühnermobil umgebaut. So entstand „Mo’s Federfarm“, wo er Hennen und Puten in Freilandhaltung hält. Seine Eier verkauft er direkt an die Leute – ein echtes Stück Heimat auf dem Tisch! Das Besondere: Moritz vermietet sogar Hühner samt Zaun und kleinem Stall an Familien, die mal ausprobieren wollen, wie es ist, Hühner zu halten. Ein bisschen Landleben für alle, die es mal testen möchten!

Tradition trifft Innovation

In Altenau bei Garmisch-Partenkirchen lebt Ramona Bertl, 27 Jahre alt, mit ihrer Familie auf dem Jaggala-Hof. Sie träumt von einer traditionellen Landwirtschaft, wie sie vor 100 Jahren betrieben wurde. Auch wenn die gesamte Demeter-Landwirtschaft ihrer Familie nicht ganz so einfach umzusetzen ist, hat Ramona ihren eigenen Weg gefunden. Mit ihrer Ausbildung als Holzbildhauerin hat sie die Idee entwickelt, einen Gemüse-Acker zu pflegen. Dieser versorgt ihre sechsköpfige Familie das ganze Jahr über mit frischen Lebensmitteln. Achtsamkeit und Entschleunigung – das sind die Prinzipien, die sie in ihre Arbeit einfließen lässt.

Ramona und Moritz sind Teil eines wachsenden Trends in der Landwirtschaft: Die Direktvermarktung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Immer mehr Menschen suchen nach regionalen Produkten und verlangen Transparenz in der Herkunft ihrer Lebensmittel. Das spiegelt sich in den Verkaufswegen wider, die vom Hofladen über Wochenmärkte bis hin zu Abokisten reichen. Das bedeutet, dass Landwirte wie Moritz und Ramona nicht nur ihre Produkte direkt an die Verbraucher bringen, sondern auch mehr unternehmerische Freiheiten genießen können.

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Die Herausforderungen der Direktvermarktung

Trotz der Vorteile der Direktvermarktung gibt es auch Herausforderungen. Oftmals haben kleine Betriebe eine schwächere Marktposition gegenüber großen Handelspartnern. Um dem entgegenzuwirken, schließen sich Landwirte in Kooperationen zusammen, sei es in horizontaler oder vertikaler Form, um ihre Marktchancen zu verbessern. Eine vertikale Kooperation könnte zum Beispiel die Zusammenarbeit zwischen Produktion, Verarbeitung und Handel umfassen. So bündeln sie ihre Kräfte, um gemeinsam stärker aufzutreten und ihre Produkte besser zu vermarkten.

Für viele Landwirte, die auf Direktvermarktung setzen, ist das eine spannende Reise. Sie verkaufen ihre Produkte direkt auf dem Feld, im Hofladen oder über Verkaufswagen – und manchmal sogar per Lieferung direkt nach Hause. So wird das Landleben ein Stück weit in die Stadt getragen. Das bringt nicht nur frische Lebensmittel, sondern auch ein Stück Lebensqualität zu den Verbrauchern.

Die Geschichten von Moritz und Ramona zeigen, wie vielfältig und bunt das Leben auf dem Land sein kann. Es ist ein ständiger Balanceakt zwischen Tradition und Moderne. Ihre Ansätze sind inspirierend und zeigen, dass es auch in der Landwirtschaft Platz für kreative Ideen gibt. Vielleicht ist das die Zukunft, auf die wir gewartet haben – eine Rückkehr zu den Wurzeln, kombiniert mit dem, was die moderne Gesellschaft verlangt. Und das ist einfach nur geil!

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