Lebensretter auf Knopfdruck: Wie eine App in Dillingen Herzen schneller schlägt
Heute ist der 4.07.2026 und in Dillingen an der Donau gibt es Neuigkeiten, die Herzen höherschlagen lassen – im wahrsten Sinne des Wortes! Seit Oktober 2022 gibt es im Landkreis Dillingen eine bahnbrechende App, die für schnellere Hilfe in Notfällen sorgt. Die App alarmiert qualifizierte Ersthelfer im Umkreis von einem Kilometer, wenn jemand einen Notruf absetzt. Und das ist nicht nur ein netter Gimmick, sondern hat bereits greifbare Erfolge gezeigt.
Die Durchschnittswartezeit für den regulären Rettungsdienst liegt bei 10 bis 12 Minuten. Das ist eine Ewigkeit, wenn man bedenkt, dass Blutdruckabfall, Bewusstlosigkeit oder Atemstillstand auf einen Herz-Kreislauf-Stillstand hindeuten können. Dank dieser App sind die ehrenamtlichen Ersthelfer im Schnitt nach nur drei Minuten am Einsatzort! Das sind echte Lebensretter, die schnell zur Stelle sind – und das in einem ländlichen Raum, wo jede Sekunde zählt.
Lebensretter im Einsatz
Aktuell verzeichnet die App etwa 50 bis 65 Alarmierungen pro Monat. Dr. Wolfgang Geisser von den Kreiskliniken Dillingen-Wertingen hebt hervor, wie wichtig dieses System gerade im ländlichen Raum ist. Sabine Jahrisch, eine BRK-Mitarbeiterin, erzählt von ihren drei Einsätzen, bei denen der Rettungsdienst nach zehn Minuten eintraf. Daniel Riegl, der Kreisbrandmeister, war sogar nach nur zwei Minuten vor Ort. „Ich hab einen Defibrillator im Auto“, sagt er stolz und lobt das System – kein Wunder, dass seine Einsatzbereitschaft so schnell geht!
Doch nicht alles läuft reibungslos. Eine Herausforderung für Ersthelfer ist oft die Verwirrung der Angehörigen. Wenn jemand in Zivilkleidung auftaucht, kann das für zusätzliche Unsicherheit sorgen. Über 2000 Helfer sind mittlerweile registriert, darunter 30 aus den Kreiskliniken Dillingen und Wertingen. Ärzte und Pflegepersonal haben die Möglichkeit, sich lebenslang freischalten zu lassen, was ihre Bereitschaft erhöht, schnell zu helfen.
Der Defibrillator – ein Muss!
Ein weiteres Thema, das angesprochen werden muss: der Mangel an zugänglichen Defibrillatoren. Prof. Dr. Axel Heller vom Uniklinikum Augsburg macht darauf aufmerksam, dass Defibrillatoren idealerweise an Häuserfassaden angebracht sein sollten. Doch oft sind sie in Geschäften oder öffentlichen Gebäuden gesperrt. Im Vergleich zu Nachbarregionen hat der Landkreis Dillingen zwar eine bessere Versorgung, aber es gibt immer noch Lücken, die geschlossen werden müssen. Hier sind die Bürger gefragt: Wer einen Defibrillator kennt oder sieht, der sollte ihn unter regionderlebensretter.de/aed-melden registrieren.
Seit dem Start der App gab es bereits rund 2500 Alarmierungen und etwa 400 erfolgreiche Einsätze. Das sind Zahlen, die für sich sprechen! Es ist beruhigend zu wissen, dass es Menschen gibt, die bereit sind, in den entscheidenden Momenten einzugreifen. Vielleicht wird das auch eine kleine Motivation für andere, sich als Ersthelfer zu engagieren. Schließlich kann jeder von uns einmal in die Situation kommen, dringend Hilfe zu benötigen.
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