Heute ist der 7.05.2026 und ein besorgniserregendes Thema schwebt über Augsburg. Im April wurde im Stadtgebiet eine Infektion mit dem Borna Disease Virus 1 (BoDV-1) bestätigt. Die betroffene Person, die sich im Universitätsklinikum Augsburg (UKA) in Behandlung befand, ist leider an den Folgen der Infektion verstorben. Das macht betroffen. Borna-Virus-Erkrankungen sind extrem selten, aber sie verlaufen in der Regel lebensbedrohlich. Dieses Virus ist kein Spaß – es verursacht schwere Gehirnentzündungen beim Menschen und gegen die Infektion gibt es bisher keine Behandlung. Ein Grund mehr, wachsam zu sein und sich zu schützen!

Das Virus hat seinen Ursprung bei der Feldspitzmaus, die in ländlichen Regionen lebt. Diese kleinen Tiere scheiden das Virus über Kot, Urin und Speichel aus, ohne selbst zu erkranken. Hierbei ist es besonders interessant, dass die Übertragung auf den Menschen durch den Kontakt mit den Ausscheidungen erfolgt. Wie genau der Übertragungsweg aussieht, ist noch ein Rätsel. Fakt ist: Mensch-zu-Mensch-Übertragungen sind nicht möglich. Daher gibt es keinen Grund zur Panik, aber ich möchte hier ein paar wichtige Schutzmaßnahmen anmerken, die wir alle beherzigen sollten.

Schutzmaßnahmen im Alltag

Erstens, Feldspitzmäuse niemals mit bloßen Händen anfassen! Das klingt nach einem logischen Schritt, aber manchmal vergisst man das im Eifer des Gefechts. Zweitens, Orte meiden, an denen diese kleinen Nager leben könnten – Böschungen, Steinmauern oder Hecken sind echte Hotspots. Wenn wir bei Putz- und Aufräumarbeiten, sei es im Schuppen oder im Keller, zu Handschuhen und Mund-Nasen-Schutz greifen, machen wir schon viel richtig. Und ganz wichtig: Spitzmäuse sind keine Haustiere, also lasst die Finger davon!

Die Situation ist nicht nur in Augsburg besorgniserregend. Auch im Raum Bad Wörishofen, Landkreis Unterallgäu, hat ein Mann an den Folgen einer Borna-Virus-Infektion sein Leben verloren. Wie er sich angesteckt hat, bleibt unklar. In Deutschland zählt Borna-Virus (BoDV-1) zu den seltensten Erkrankungen mit jährlich etwa fünf bis zehn Fällen, vor allem in Bayern. Wer hätte gedacht, dass wir mit solchen seltenen, aber gefährlichen Viren konfrontiert werden können?

Symptome und weitere Risiken

Die Symptome sind nicht zu unterschätzen. Fieber, Kopfschmerzen, allgemeines Unwohlsein – das klingt nach einer schlechten Grippe. Doch es kann noch schlimmer kommen: neurologische Sprach- und Gangstörungen bis hin zum Koma. Die meisten bekannten Fälle endeten leider tödlich. Die Inkubationszeit ist ein weiteres Mysterium, und es gibt weder einen Frühtest noch eine zielgerichtete Therapie oder Impfung. Und falls ihr denkt, dass es nur durch direkten Kontakt zu den Mäusen gefährlich ist – nicht so schnell! Auch über verunreinigtes Wasser, Lebensmittel oder Erde kann das Virus übertragen werden.

Wenn ihr auf tote Feldspitzmäuse stoßt, denkt daran: Nur mit Einweghandschuhen anfassen! Atemschutzmasken (wie FFP2 oder KN95) sind ebenfalls eine gute Idee, um Staubverwirbelungen zu vermeiden. Und nach staubigen Arbeiten – vielleicht im Garten oder beim Aufräumen? – ist eine Dusche Pflicht, um sich von möglichen Erregern zu befreien.

Feldspitzmäuse sind nachtaktiv, scheu und haben eine Vorliebe für Insekten. Komposthaufen und Futterbehälter können sie anziehen – also, wenn ihr euch einen schönen Garten wünscht, denkt daran, diese kleinen Nager fernzuhalten!

Zusammengefasst ist es wichtig, informiert zu sein und auf die eigene Gesundheit zu achten. Die Behörden stehen bereit, um Fragen zu beantworten. Für weitere Informationen könnt ihr die Webseite augsburg.de/bornavirus und lgl.bayern.de/bornavirus besuchen oder die Servicestelle des LGL per E-Mail kontaktieren: servicestelle@lgl.bayern.de. Bleibt vorsichtig und gesund!