Am 30. Oktober 2026 fand im Haus der Kunden der Sparkasse Amberg-Sulzbach die erste Ausgabe von „Frauen I Connect“ statt – ein Abend, der die Herzen vieler Frauen aus der Region höherschlagen ließ. Unternehmerinnen, Führungskräfte und engagierte Frauen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen kamen zusammen, um ihre Stimmen zu erheben. Der Raum war von einer aufgeladenen Energie erfüllt, die den Austausch über Rollenbilder, berufliche Herausforderungen und Chancen förderte. Es war einfach spürbar, dass hier etwas Großes in der Luft lag.

Dr. Gabriele Widmann, Volkswirtin der DekaBank, eröffnete den Abend mit ihrem Vortrag „Globaler Wandel, konkrete Chancen – Perspektiven für Frauen und ihr Vermögen“. Sie sprach über die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen und die Chancen, die sich in dieser Zeit des Wandels ergeben. Die Zuhörerinnen hingen an ihren Lippen, als sie aufzeigte, wie Frauen in der heutigen Zeit nicht nur Chancen erkennen, sondern sie auch aktiv ergreifen sollten.

Erfahrungen und Herausforderungen

Im Anschluss folgte eine spannende Talkrunde, moderiert von Mirjam Dettling. Hier kamen fünf beeindruckende Frauen zu Wort: Yvonne Schieder, Nicole Heckmann, Sonja Piehler, Dr. med. Ramona König und Christa Siegler. Jede von ihnen brachte ihre ganz persönlichen Geschichten und Erfahrungen mit, die allesamt ein Bild von Mut und Durchhaltevermögen zeichneten. Es stellte sich heraus, dass Frauen oft doppelt so stark kämpfen müssen, um ihre Kompetenzen und Leistungen im Berufsleben zu beweisen. Das Thema war klar: Traditionelle Rollenbilder sind nach wie vor präsent und drücken sich insbesondere in Führungspositionen und unter Unternehmerinnen aus.

„Ich musste mir oft selbst einen Platz am Tisch erkämpfen“, erzählte eine der Teilnehmerinnen. Diese Einsicht wurde von den anderen Frauen nicken bekräftigt. Es wurde thematisiert, dass während Verhandlungen häufig ein Mann in der verantwortlichen Rolle erwartet wird. Ein Umstand, der nicht nur frustrierend ist, sondern auch zeigt, wie tief verwurzelt diese Denkmuster in unserer Gesellschaft sind.

Mut und Netzwerke stärken

Ein weiterer wichtiger Punkt, der zur Sprache kam, war der Umgang mit Karrierechancen. Während Männer oft Führungspositionen aktiv angeboten werden, müssen Frauen ihre Ambitionen sichtbar machen und gezielt einfordern. „Das ist nicht einfach, aber es ist notwendig“, meinte eine der Teilnehmerinnen, und das Publikum nickte zustimmend. Netzwerke, gegenseitige Unterstützung und ein starkes Selbstvertrauen wurden als entscheidende Erfolgsfaktoren hervorgehoben. Die Frauen ermutigten sich gegenseitig, sich nicht von gesellschaftlichen Erwartungen oder Vorurteilen bremsen zu lassen.

Das anschließende Get-together war der perfekte Abschluss des Abends. Man merkte, wie neue Kontakte geknüpft, Ideen geboren und Perspektiven erweitert wurden. Die offene Atmosphäre spiegelte das große Interesse an Vernetzung und gegenseitiger Unterstützung in der Region wider. Es wurde schnell deutlich, dass solche Veranstaltungen nicht nur wichtig, sondern auch notwendig sind, um im Dialog zu bleiben und sich gegenseitig zu stärken.

Ein Blick auf die Zahlen

Ein weiterer Aspekt, der nicht unerwähnt bleiben sollte, ist die Situation von Frauen in Führungspositionen und die Einbindung familienfreundlicher Maßnahmen in Unternehmen. Ein Bericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt, dass der Frauenanteil auf den beiden obersten Führungsebenen sowie unter allen Beschäftigten von 2016 bis 2024 betrachtet wurde. Besonders interessant ist der Vergleich zwischen Ost- und Westdeutschland, wo in Ostdeutschland ein höherer Anteil weiblicher Führungskräfte festzustellen ist. Diese Statistiken bieten einen wertvollen Kontext zu den Erfahrungen, die bei „Frauen I Connect“ geteilt wurden.

Die Verbreitung familienfreundlicher Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf steht ebenfalls in einem spannenden Zusammenhang mit der Veränderung des Frauenanteils in Führungspositionen. Es ist klar, dass solche Maßnahmen nicht nur die Lebensqualität von Arbeitnehmerinnen verbessern, sondern auch langfristig zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen beitragen können.

Insgesamt war die Veranstaltung „Frauen I Connect“ ein wertvoller Schritt in die richtige Richtung, um Frauen in der Region zu unterstützen und zu ermutigen. Der Austausch von Erfahrungen, die Schaffung neuer Kontakte und das gemeinsame Streben nach Gleichheit und Chancen sind der Schlüssel, um die Herausforderungen von heute zu meistern. Und wer weiß – vielleicht wird der nächste Schritt in der Veränderung schon bald folgen.