Heute ist der 4.05.2026 und Altötting hat eine ganz besondere, wenn auch besorgniserregende Nachricht zu verkünden. Erstmals wurde im Landkreis Altötting ein Nachweis von Hasenpest, auch bekannt als Tularämie, bei einem Wildtier festgestellt. Ein verendeter Feldhase aus Töging am Inn hat die Aufmerksamkeit der Behörden auf sich gezogen. Die Ursache? Ein Bakterium namens Francisella tularensis, das bei freilebenden Nagetieren und Hasen vorkommt. Das klingt nicht nur kompliziert, es ist auch gefährlich!

Die Infektion zeigt sich bei den betroffenen Tieren in Form einer fieberhaften Allgemeininfektion, Abmagerung, Schwäche und Apathie. Das allein ist schon alarmierend. Aber das wirklich Besorgniserregende: Tularämie kann auf den Menschen übertragbar sein. Die Symptome sind grippeähnlich und beinhalten hohes Fieber, geschwollene Lymphknoten sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Wer denkt da nicht sofort an die letzte Erkältung? Und doch gibt es eine gute Nachricht; bei rechtzeitiger Erkennung kann eine Behandlung mit Antibiotika erfolgen.

Was bedeutet das für uns?

Der Feldhase, der von einem Jäger entdeckt und umgehend dem Veterinäramt gemeldet wurde, ist nicht nur ein Einzelfall. Feldhasen gelten als Hauptreservoir für den Erreger der Tularämie und sind besonders anfällig für die Krankheit. Man fragt sich, wie viele andere Tiere möglicherweise betroffen sein könnten. Übertragen wird der Erreger übrigens nicht nur durch direkten Kontakt, sondern auch durch Zecken und stechende Insekten. Das Landratsamt hat bereits Empfehlungen ausgesprochen: Ungeschützter Kontakt mit Wildtieren und Tierkadavern sollte unbedingt vermieden werden. Und ja, auch auf Zeckenschutz sollte man achten – besonders in den kommenden wärmeren Monaten!

Wer in der Natur unterwegs ist, sollte bei grippeähnlichen Beschwerden unbedingt an die Möglichkeit einer Tularämie-Infektion denken. Die Gefahr ist real, vor allem für Jäger und andere gefährdete Personengruppen. Das klingt alles ganz schön ernst, aber es gibt auch Hoffnung. Informieren kann helfen, und auf der Internetseite des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) gibt es wertvolle Informationen zur Tularämie.

Ein Blick auf die Hintergründe

In Mittel- und Nordeuropa ist die weniger gefährliche Unterart, Francisella tularensis ssp. holarctica, verbreitet. In diesem konkreten Fall wurde auch diese Unterart nachgewiesen. Das klingt jetzt vielleicht nicht viel besser, aber der Unterschied ist entscheidend. Die Übertragung auf Menschen geschieht zwar selten, aber sie kann fatale Folgen haben, wenn man nicht vorsichtig ist. Gerade in ländlichen Gegenden, wo Wildtiere und Menschen oft aufeinandertreffen, sollte man wachsam bleiben.

Natürlich ist der Gedanke an eine solche Erkrankung beängstigend, doch Prävention ist der Schlüssel. Informiert zu sein und die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, kann helfen, sich und andere zu schützen. Wie oft haben wir uns gefragt, ob wir im Freien wirklich sicher sind? Es ist wichtig, die Augen offen zu halten und mit Bedacht zu handeln. Und während wir auf die nächsten Nachrichten warten, bleibt uns nur, die Natur zu genießen und gleichzeitig aufmerksam zu sein.