EKD-Synode in Würzburg: Junge Stimmen für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt
Heute ist der 7. November 2026, und in Würzburg weht ein Hauch von Aufregung durch die Straßen. Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) steht vor der Tür, und die Vorfreude ist greifbar. Am Sonntag, 8. November, um 9:30 Uhr, wird die letzte Tagung der 13. Synode in der evangelischen St.-Stephan-Kirche mit einem feierlichen ZDF-Fernsehgottesdienst eröffnet. Kirchenpräsidentin Christiane Tietz wird die Predigt halten, und man kann sich gut vorstellen, dass die Kirchenbänke bis auf den letzten Platz gefüllt sind.
Im Fokus der Beratungen steht das Miteinander der Generationen und die Stärkung der Demokratie. Das klingt nicht nur wichtig, sondern es ist auch höchste Zeit dafür! Die EKD-Synode hat eine Jugendquote eingeführt, sodass jede der 20 Landeskirchen einen bestimmten Anteil Delegierter unter 30 Jahren entsenden muss. Ein echter Gewinn für die Kirche, denn so wird der frische Wind der Jugend auch im Kirchenparlament spürbar. Präses Anna-Nicole Heinrich, die mit ihren 30 Jahren zum letzten Mal in dieser Funktion an der Synode teilnimmt, hat in ihrer Amtszeit eindrucksvolle Akzente gesetzt. Sie hat nicht nur das Thema Klimawandel ins Rampenlicht gerückt, sondern auch die Belange junger Menschen immer wieder ins Gespräch gebracht.
Ein starkes Zeichen für die Demokratie
Die Synode ist mehr als nur ein Treffen von Kirchenvertretern. Sie gilt als das Parlament der EKD und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kirchengesetze zu verabschieden und über den Haushalt zu entscheiden. Mit 128 Mitgliedern, die mehr als 21 Millionen Gläubige vertreten, ist sie ein bedeutendes Gremium. Besonders bemerkenswert ist, dass sie sich immer wieder gegen den Rechtsextremismus positioniert und sich klar für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt ausspricht. Vor Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern bezogen die Landeskirchen und Bischöfe Stellung, ein Zeichen, dass die Kirche nicht schweigt, sondern aktiv gestaltet.
Am Sonntag wird Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, ein Grußwort sprechen. Ein wichtiges Thema, denn der wachsende Antisemitismus in Deutschland fordert nicht nur Worte, sondern Taten. Die Kirche möchte sich aktiv gegen Antisemitismus, Menschenfeindlichkeit und Fremdenfeindlichkeit einsetzen und den Dialog zwischen den Generationen fördern – eine große Herausforderung, aber auch eine Chance für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Ein Blick auf die Gäste
Die Gästeliste könnte nicht beeindruckender sein: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am Dienstag, den 10. November, zu den Synodalen sprechen, gefolgt von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, der am gleichen Tag ein Grußwort halten wird. Es ist ein Zusammenkommen von Entscheidungsträgern, die Themen anpacken wollen, die uns alle betreffen.
Die Synode kann man übrigens online verfolgen – ein guter Weg, um auch außerhalb der Kirchenmauern teilzuhaben. Auf www.ekd.de/stream wird die Tagung live übertragen, und unter www.ekd.de/synode gibt es weitere Informationen. So bleibt man im Bilde, was in der Kirche und darüber hinaus diskutiert wird.
Ein unverzichtbarer Teil der Gesellschaft
Die EKD hat sich in ihrer Geschichte als wichtiger Teil der Gesellschaft etabliert, und die Synode ist der Ort, an dem wichtige Entscheidungen getroffen werden. Mit Themen wie der Rolle der Kirche für die Demokratie und dem Umgang mit extremistischen Äußerungen wird deutlich, dass die Kirche nicht aus der Realität unserer Zeit ausblendet. Anna-Nicole Heinrich fordert dazu auf, den jungen Menschen zuzuhören und ihnen Räume für Beteiligung zu geben. Ein Schritt in die richtige Richtung, um die Kirche zukunftsfähig zu machen.
Die Synode wird also nicht nur ein Ort des Austausches, sondern auch ein Ort der Entscheidung sein. Mit einem umfassenden Papier zur Rolle der Kirche in der Demokratie wird wahrscheinlich ein starkes Signal gesetzt – und das ist dringend nötig!
