Nennslinger Gartenfreunde erkämpfen Platz 5 im bayernweiten Wettbewerb „Streuobst – bunt und lebendig!“
Die Nennslinger Gartenfreunde haben ein bemerkenswertes Zeichen für die Liebe zur Natur gesetzt und zeigen, wie wichtig das Engagement für unsere Umwelt ist. Der Obst- und Gartenbauverein Nennslingen e.V. hat am zweijährigen bayernweiten Wettbewerb „Streuobst – bunt und lebendig!“ teilgenommen und konnte sich dabei einen respektablen Platz 5 erkämpfen. Insgesamt waren sage und schreibe 187 Obst- und Gartenbauvereine aus 57 Kreisverbänden und allen sieben Bezirksverbänden des Bayerischen Landesverbands für Gartenbau und Landespflege am Start. Ein beachtlicher Wettbewerb, ganz klar!
Der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder, als Schirmherr, ließ es sich nicht nehmen, die Siegerehrung im Bürgerhaus in Unterföhring bei München zu begleiten. Die Jury würdigte insbesondere die Vielfalt der neu gepflanzten Obstbaumarten, die im Jahr 2018 eingerichtete Erlebnismosterei und die kreativen Aktivitäten der Kindergruppe „Wilde Hummeln“. Hier haben die Kids sogar Etiketten für Apfelsaftflaschen im Kunstunterricht gestaltet – das zeigt, wie tief die Verwurzelung in der Gemeinschaft ist!
Streuobstwiesen und ihre Bedeutung
Doch was ist eigentlich das Besondere an Streuobstwiesen? Hier wachsen hochstämmige Obstbäume, die verstreut in der Landschaft stehen und nicht, wie in den üblichen Obstplantagen, dicht gedrängt nebeneinander. Diese Form des Obstanbaus ermöglicht eine hohe Artenvielfalt und ist ein echter Rückzugsort für viele Tiere. Die Bäume haben Platz zum Wachsen, können alt werden und bieten nicht nur uns Menschen, sondern auch Bienen und anderen Insekten einen Lebensraum. Wer einmal durch eine Streuobstwiese spaziert ist, der weiß, wie wohltuend der Anblick der blühenden Bäume ist – einfach ein Genuss für alle Sinne!
In Nennslingen wird diese Tradition seit Jahrzehnten gehegt und gepflegt. Die eigene Streuobstwiese ist ein Ort der Begegnung, der Naturerfahrung und des Lernens. Das Engagement der Nennslinger Gartenfreunde zeigt, wie wichtig die Erhaltung und Weiterentwicklung der regionalen Streuobsttradition ist. Bald könnte es sogar ein neues Streuobstinformationszentrum in der Gemeinde geben, das noch mehr Raum für Umweltbildung bietet. Hier sollen Kinder die Möglichkeit bekommen, praktische Erfahrungen in der Natur zu sammeln und die Vielfalt des Obstanbaus hautnah zu erleben. Das klingt doch nach einer großartigen Idee!
Ein Blick in die Zukunft
Wenn wir über Streuobstwiesen sprechen, müssen wir auch über die Pflege dieser Flächen nachdenken. Düngemittel und Pestizide haben hier nichts verloren, denn das Ziel ist es, eine möglichst vielfältige Tier- und Pflanzenwelt entstehen zu lassen. Das ist nicht nur gut für die Natur, sondern auch für uns Menschen, die wir von dieser Vielfalt profitieren. Die nächste Generation soll die Streuobsttradition kennenlernen und verstehen, wie wichtig es ist, mit der Natur zu leben und nicht gegen sie.
Die Nennslinger Gartenfreunde haben mit ihrem Engagement und ihrer Kreativität einen wichtigen Beitrag geleistet – nicht nur zur Erhaltung der Streuobstwiesen, sondern auch zur Förderung eines Bewusstseins für unsere Umwelt. Und während die Preisträger am Nachmittag den Campus des Bayerischen Rundfunks besuchten, wo die bekannte Moderatorin Sabrina Nitzsche sie durch den „Querbeet“-Fernsehgarten führte, wurde eines klar: Die Liebe zur Natur und die Freude am Gärtnern sind ansteckend!
In einer Welt, die sich ständig verändert, sind solche Initiativen wie die der Nennslinger Gartenfreunde ein Lichtblick. Sie zeigen uns, dass wir gemeinsam etwas bewegen können, für uns und für die kommenden Generationen.
