Heute ist der 26.10.2026 und wir blicken auf die bewegende Geschichte von Siggi aus Treuchtlingen, einem Mann, der trotz widriger Umstände nicht aufgibt. Mit seinen 65 Jahren hat er 51 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt und erhält seit Dezember 2025 eine Rente von rund 1.300 Euro monatlich. Das klingt zunächst nicht schlecht, aber für viele, die wissen, wie schnell die Kosten des Lebens steigen, ist das oft nicht genug. Siggi muss weiterhin 40 Stunden pro Woche als Greenkeeper in einem Golfclub arbeiten, um seine Rechnungen für Strom, Lebensmittel und Kleidung zu decken.

Doch das Schicksal hat es nicht gut mit ihm gemeint: Im April 2026 wurde bei ihm Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert, eine Diagnose, die ihm den Boden unter den Füßen wegzog. Sein Freund Adrian Menzel, der die Situation nicht tatenlos hinnehmen konnte, startete einen Spendenaufruf. Gleichzeitig beantragte Siggi Wohngeld, aber wie das oft der Fall ist, dauerte die Bearbeitung und ließ ihn in einer finanziellen Zwickmühle zurück. Um Geld zu sparen, musste er sogar sein Auto zurückgeben – ein weiterer Rückschlag, der ihn emotional belastete.

Ein Mann mit vielen Talenten

Siggi, ursprünglich aus Nürnberg, hat sein ganzes Berufsleben als Koch gearbeitet, bevor er vor zehn Jahren wegen einer neuen Herausforderung nach Treuchtlingen zog. In seiner neuen Heimat engagierte er sich ehrenamtlich als zweiter Vorstand im Masken- und Brauchtumsverein „Heidecker Hexenstube“. Normalerweise nimmt er an 14 bis 15 Umzügen pro Saison teil und stellt mit viel Leidenschaft handgeschnitzte Holzmasken her. Doch aufgrund seiner Krankheit und der finanziellen Not sah er sich gezwungen, zwei seiner drei wertvollen Masken zu verkaufen – jede im Wert von 1.000 bis 1.500 Euro. Ein schwerer Schritt, der ihn emotional stark belastete. Diese Masken waren nicht nur Holz – sie waren Teil seiner Identität und seines Hobbys.

In der aktuellen Chemotherapie-Runde hat sich sein Zustand etwas verbessert, was Hoffnung gibt. Siggis Familie hat ebenfalls unter dieser schrecklichen Krankheit gelitten: Sowohl seine Mutter als auch sein Bruder starben daran. Diese belastende Geschichte verbindet sich mit der seiner Mitmenschen – auch im Landkreis Erlangen läuft eine Spendenaktion für einen krebskranken Vater. Es ist ein Thema, das viele berührt und zeigt, wie wichtig Unterstützung in solchen Zeiten ist.

Ein Lichtblick in der Dunkelheit

Um Siggi zu helfen, plant der Brauchtumsverein eine Maskenausstellung in der Stadthalle Heideck am 13. und 14. November 2026. Die Veranstaltung wird eine Vielzahl von Attraktionen bieten: von Live-Maskenschnitzen über eine Feuershow bis hin zur Versteigerung einer gespendeten Maske. Alle Einnahmen werden direkt an Siggi gehen. Das ist nicht nur eine finanzielle Unterstützung, sondern auch ein Zeichen der Gemeinschaft, die zusammensteht.

Die Veranstaltung wird am Freitag, den 13. November, von 16 bis 21 Uhr und am Samstag, den 14. November, von 11 bis 21 Uhr stattfinden. In der Stadthalle Heideck, Kreuther Straße 2, 91180 Heideck, wird es Essen und Getränke geben – ein Fest für die Sinne, das nicht nur Siggi, sondern auch allen Besuchern Freude bereiten soll. Wer sich für regionale Sagen, Rituale und Mythen interessiert, wird hier sicher auf seine Kosten kommen. Es ist eine Gelegenheit, sich zu versammeln, zu feiern und gleichzeitig Gutes zu tun.

Ein Blick auf die Zahlen

Der Kampf gegen Krebs ist ein zentrales Thema in unserer Gesellschaft, und die Zahlen sprechen für sich. In Deutschland werden Daten über Krebserkrankungen in epidemiologischen Krebsregistern dokumentiert und ausgewertet. Das Nationale Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) prüft, bündelt und wertet diese Daten aus. Es ist wichtig, sich der Häufigkeit und Prognose dieser Erkrankungen bewusst zu sein, da sie uns alle betreffen können. Jedes Jahr erkranken Tausende an verschiedenen Krebsarten, und die Prognosen zeigen, dass wir alle gefordert sind, wenn es um Prävention und Unterstützung geht.

In diesem Sinne ist die Veranstaltung in Heideck nicht nur eine Hilfsaktion für Siggi, sondern auch ein Zeichen der Hoffnung und Solidarität. Es ist eine Erinnerung daran, dass wir gemeinsam stark sein können, selbst in den schwierigsten Zeiten. Vielleicht ist es das, was uns als Gemeinschaft zusammenhält.