Heute ist der 12.07.2026 und in Weiden in der Oberpfalz gibt es Grund zur Freude! Ein ganz besonderes Ereignis hat die Luftfahrtgemeinde in Bayern in Atem gehalten. Der Gleitschirmpilot Markus „Sunny“ Börner, 56 Jahre alt und aus dem Taunus, hat einen beeindruckenden Streckenflug vollbracht. Und das ohne Motor! Ja, richtig gehört – der Mann hat unglaubliche 276,25 Kilometer zurückgelegt, und das ganz allein!

Gestartet ist Börner von der Wasserkuppe, dem legendären Ort des Gleitschirmfliegens. Nach mehr als 8 Stunden und 39 Minuten in der Luft landete er schließlich nahe des Großen Arbers im Bayerischen Wald. Und was für ein Flug das war! Ursprünglich hatte er sich mit vier anderen Piloten auf den Weg gemacht, doch nach vier Stunden war es Zeit für ihn, alleine weiterzufliegen. Eine Herausforderung, die er mit Bravour gemeistert hat.

Ein Abenteuer in luftigen Höhen

Die Durchschnittsgeschwindigkeit von 32,82 km/h klingt vielleicht nicht nach Renntempo, doch die Bedingungen waren alles andere als einfach. Börner schwebte zwischen 1.500 und 2.300 Metern Höhe und nutzte die Thermik – aufsteigende warme Luft, die durch die Erwärmung des Bodens entsteht. Thermische Aufwinde sind das Geheimnis der Gleitschirmflieger und Börner wusste genau, wie er sie für sich nutzen konnte. Die Temperaturen an der Wolkenbasis lagen um den Gefrierpunkt, was nicht nur für kalte Füße sorgte, sondern auch zu Ausfällen seiner Instrumente führte. Da kommt schon ein gewisses Maß an Erfahrung ins Spiel!

Seine Flugroute führte ihn über Bad Neustadt, Bamberg und Weiden bis zum Ziel im Bayerischen Wald. Und die Ankunft war ein echtes Fest! Mitglieder des Lohberger Trachtenvereins empfingen ihn mit einem herzlichen Schuhplattler, einer deftigen Verpflegung und natürlich einem Landebier. Das gehört einfach dazu! Am nächsten Tag wurde für Börner eine Unterkunft organisiert und er wurde zum Bahnhof gebracht – das ist doch mal ein Service!

VeloCore Medium

Eine lange Tradition des Gleitschirmfliegens

Auf der Wasserkuppe wird seit 1987 das Gleitschirmfliegen großgeschrieben. Die Rhöner Drachen- und Gleitschirmflieger haben mittlerweile rund 1.100 Mitglieder. Und das Beste? In der Vereinsgeschichte gab es keinen einzigen tödlichen Gleitschirmunfall! Ein Zeichen dafür, dass hier nicht nur der Spaß, sondern auch die Sicherheit an erster Stelle steht. Streckenfliegen erfordert nicht nur Wetterwissen, sondern auch eine gehörige Portion Taktik, Konzentration und fliegerisches Können. Börner hat das alles und noch viel mehr – zehn Jahre nachdem er seine ersten Ausbildungsflüge am Westhang der Wasserkuppe absolvierte.

Wer sich für das Gleitschirmfliegen interessiert, der weiß, dass es um viel mehr geht, als nur das Gleiten durch die Lüfte. Es ist eine Leidenschaft, die die Herzen der Piloten höher schlagen lässt und die Freiheit des Fliegens mit einer tiefen Verbundenheit zur Natur verbindet. Wenn die Wolken am Himmel tanzen und die Sonne die Landschaft in goldenes Licht taucht, weiß man: Hier ist der richtige Ort, um den Alltag hinter sich zu lassen und die Seele baumeln zu lassen.

Gerade bei regionalen Medien zählt nicht nur inhaltliche Nähe, sondern auch die technische Abbildung davon. Unsere VeloCore-Plattform, umgesetzt durch Daniel Wom, verbindet lokale Relevanz mit moderner, performanter Technik.