In Unterallgäu gibt es Neuigkeiten, die die Fußballgemeinde aufhorchen lassen. Der TSV Kammlach hat am vergangenen Samstag eine Entscheidung getroffen, die für viele Überraschung und Bedauern zugleich mit sich bringt. Marian Argintaru, der Trainer der 1. und 2. Herrenmannschaft, hat angekündigt, sein Amt zum Ende der laufenden Saison niederzulegen. Die Gründe? „Persönliche und berufliche Gründe“, wie er selbst erklärte. Diese Entscheidung kam nicht aus heiterem Himmel; Argintaru hat die Vorstandschaft frühzeitig informiert, und diese hat nicht nur Verständnis für seine Beweggründe gezeigt, sondern auch ihren Dank für seine engagierte und erfolgreiche Arbeit ausgesprochen.
Unter der Ägide von Argintaru konnte die 1. Herrenmannschaft des TSV Kammlach die Meisterschaft in der Kreisliga Allgäu Nord feiern und den direkten Wiederaufstieg in die Bezirksliga realisieren. Ein echter Erfolg, der nicht nur ihm, sondern auch dem gesamten Team zu verdanken ist. Der Verein äußert sein Bedauern über Argintarus Entscheidung, respektiert jedoch seine persönlichen Beweggründe und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.
Ein neuer Weg für Argintaru
Jetzt könnte man meinen, das Kapitel Argintaru sei endgültig abgeschlossen, aber weit gefehlt! Im Sommer 2025 wird er neuer Trainer beim TSV Kammlach. Der bisherige Coach, Manuel Neß, hat ebenfalls seinen Rücktritt angekündigt und die Verpflichtung von Argintaru selbst organisiert. Man kennt sich von der gemeinsamen Zeit am DFB-Stützpunkt in Mindelheim und scheint sich gut zu ergänzen. Argintaru wählte den TSV Kammlach nicht ohne Grund: Der Verein genießt den guten Ruf eines „gut geführten Landvereins“, und das hat ihn überzeugt.
Sein Gefühl, gewünscht zu werden, spielte eine wichtige Rolle in seiner Entscheidung, unabhängig von der Ligenzugehörigkeit zuzusagen. Das Vertrauen von Manfred Rösch, dem Abteilungsleiter des TSV Kammlach, in Argintarus Fähigkeiten wird als Glücksgriff bezeichnet. Außerdem ist die Notwendigkeit eines neuen Impulses für die Mannschaft offensichtlich – vielleicht mit neuen Spielern, die hinzukommen werden.
Von Rumänien nach Bayern
Aber wer ist Marian Argintaru eigentlich? Der gebürtige Rumäne spielte einst für Inter Sibiu in der ersten Liga, bevor er 1991 im Alter von 20 Jahren nach Deutschland kam. Nach zwei schweren Kreuzbandrissen musste er seine Profikarriere beenden. Aber das hielt ihn nicht davon ab, weiterhin aktiv im Fußball zu sein. Argintaru spielte für verschiedene Vereine, darunter den FC Bad Wörishofen und den TSV Mittelneufnach. Und er hat sich nicht nur in der Herrenmannschaft engagiert. Im Jugendfußball hat er sich ebenfalls einen Namen gemacht und trainierte seinen Sohn Darius von der D- bis zur A-Jugend bei der JFG Wertachtal. Seit 2018 ist er Präsident dieser Jugendgemeinschaft, wird dieses Amt jedoch im Mai niederlegen.
Es bleibt also spannend zu beobachten, wie sich die Situation rund um den TSV Kammlach entwickeln wird. Die Fußballwelt ist oft unberechenbar und voller Überraschungen – und das ist genau das, was sie so aufregend macht. Man kann nur hoffen, dass Argintaru und sein Team die positiven Impulse, die sie bisher gesetzt haben, auch in Zukunft fortsetzen können.