Heute ist der 2.06.2026 und im Unterallgäu, wo die Sonne strahlt und das Wetter warm und trocken ist, gibt es nicht nur blühende Gärten, sondern auch ungebetene Gäste: Schädlinge, insbesondere Raupen, die sich fröhlich an unseren Sträuchern und Bäumen laben. Markus Orf, unser Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege, hat in letzter Zeit zahlreiche Gespinste und Raupen in den Gärten entdeckt. Es ist wie ein ungebetener Besuch, der sich nicht so leicht wieder verabschieden will.

Die warmen Temperaturen fördern das Wachstum dieser kleinen Plagegeister, und das kann für unsere Pflanzen ganz schön viel Stress bedeuten. Doch keine Panik! Viele Pflanzen schaffen es, sich mit dem nächsten Johanni-Austrieb zu erholen. Das ist doch mal eine positive Nachricht! Aber die Raupenhaare, die sie hinterlassen, können bei uns Menschen allergische Reaktionen auslösen. Hautjucken und Atemnot sind damit keine Seltenheit. Wenn man sich in den Parks oder am Badesee aufhält, sollte man also gut aufpassen.

Die Hauptakteure im Garten

Eine der häufigsten Raupen, die im Unterallgäu ihr Unwesen treiben, ist die Gespinstmotte. Diese kleinen, schmutzig-gelben bis grünlichen Gesellen können bis zu 20 mm lang werden und sind besonders an Apfelbäumen, Weißdorn und Co. unterwegs. Und wenn sie sich erst einmal vermehrt haben, können sie sogar mehrjährigen Schaden anrichten. Aber keine Sorge, die Natur hat auch ihre Helden: Räuberische Wanzen und insektenfressende Vögel sind unsere Verbündeten im Kampf gegen diese Schädlinge.

Ein weiterer Übeltäter, der in den letzten Jahren zunehmend auftritt, ist der Eichenprozessionsspinner. Seine behaarten Larven leben hauptsächlich an Eichen und können die Bäume ganz schön schädigen, weil sie in großen Gruppen wandern und Gespinstnester bilden. Wenn man sich die Brennhaare dieser Raupen einmal genauer ansieht, wird einem schnell klar, warum sie so gefürchtet sind – sie können ernsthafte Haut- und Atemwegsreizungen verursachen. Hier ist wirklich Vorsicht geboten, und im Zweifelsfall sollte man die Bekämpfung lieber Profis überlassen.

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Was tun bei Befall?

Bei einem Befall im eigenen Garten empfiehlt es sich, die Raupen nicht selbst zu entfernen. Das kann schnell gefährlich werden! Am besten informiert man das Ordnungsamt, damit Experten in Schutzkleidung die Sache in die Hand nehmen können. Und ja, es gibt sogar Kommunen, die Helikopter einsetzen, um Biozide zu versprühen – ein ganz schön großer Aufwand, um diese kleinen Biester loszuwerden!

Aber nicht alle Raupen sind so gefährlich. Die Gespinstmotten zum Beispiel sind für Menschen und Tiere weitgehend ungefährlich. Sie können zwar Obstbäume und Ziersträucher befallen, richten aber oft keinen größeren Schaden an. Da sind wir schon wieder bei der großen Frage: Wie schützt man seine Pflanzen am besten? Eine große Nützlings-Vielfalt im Garten ist der Schlüssel! Nistmöglichkeiten für Vögel und Fledermäuse schaffen, dann sind wir auf der sicheren Seite.

Die Natur ist ein ständiger Kreislauf, und manchmal muss man einfach abwarten und beobachten. Auch wenn die Schädlinge in diesem Jahr besonders aktiv sind, wird die Natur immer wieder Wege finden, sich selbst zu regenerieren. Vielleicht können wir sogar etwas von ihr lernen – Gelassenheit ist oft der beste Ratgeber.