Heute ist der 19.07.2026, und im malerischen Unterallgäu hat der Jugendhilfeausschuss nach der Kommunalwahl zum ersten Mal getagt. Ein ganz schöner Brocken, der da auf dem Tisch lag! Die Themen waren vielfältig – von dem dringenden Bedarf an Krippen- und Kindergartenplätzen über die Sozialarbeit an Schulen bis hin zur Auswahl von Jugendschöffen. Ein großes Thema, das auch große Verantwortung mit sich bringt. Jugendamtsleiterin Christine Keller betonte, wie wichtig dieser Ausschuss ist, um die familienpolitische Richtung des Landkreises aktiv mitzugestalten. Das klingt nach einer Menge Arbeit, aber auch nach einer Chance, etwas zu bewegen.

Der Ausschuss setzt sich aus stimmberechtigten und beratenden Mitgliedern zusammen. Die stimmberechtigten Mitglieder bringen verschiedene Erfahrungen aus dem Kreistag und der Jugendhilfe mit, während die beratenden Mitglieder eine bunte Mischung aus Schulen, Arbeitsagentur und sogar der Polizei sind. Das klingt fast wie eine kleine Gesellschaft, die sich zusammenfindet, um das Wohl der jungen Menschen im Landkreis zu fördern. Und das Jugendamt selbst? Das ist mit rund 80 Mitarbeitenden das größte Sachgebiet im Landratsamt Unterallgäu. Klar, dass man hier nicht einfach nur nebeneinander herarbeitet – da wird an Konzepten geschmiedet und an Lösungen gefeilt!

Neues Konzept für die Jugendwohngruppe

In der ersten Sitzung wurde ein neues Konzept für die Jugendwohngruppe Haus Mosaik in Erkheim-Schlegelsberg vorgestellt. Ab 2023 sollen dort männliche, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ab 14 Jahren untergebracht werden. Das klingt nach einer echten Herausforderung, vor allem, weil die Unterbringung aufgrund gesunkener Flüchtlingszahlen auf zwölf Jahre gesenkt werden soll. Man kann sich vorstellen, dass die Diskussionen darüber intensiv waren. Der Ausschuss genehmigte auch ein neues Finanzierungskonzept für die exklusive Nutzung dieser Einrichtung durch das Jugendamt. Die Johanniter in Kempten werden die Einrichtung betreiben – ein weiterer Baustein in der komplexen Mosaikarbeit der Jugendhilfe.

Doch wie sieht das Leben in einer solchen Wohngruppe aus? Ein Beispiel dafür ist Zubahir Shinwari. Er erinnert sich gut an seine schwierige Anfangszeit in Deutschland, die geprägt war von der Trennung von seiner Familie und dem Leben in einer Wohngruppe mit jungen Menschen aus verschiedenen Ländern. Unterstützung von den Betreuer*innen – das kannte er so nicht aus Afghanistan. In den zwei Jahren dort hat er die deutsche Sprache und Kultur gelernt und sogar seinen Realschulabschluss gemacht. Heute lebt er in einer eigenen Wohnung und hat sein Leben selbst in die Hand genommen. Zubahir ist ein wahrhaft inspirierendes Beispiel dafür, wie Hilfe und Unterstützung einen Unterschied machen können.

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Der Weg in die Sozialarbeit

Ursprünglich wollte Zubahir nicht im sozialen Bereich arbeiten, denn in seiner Heimat gibt es kaum professionelle Jugendhilfe. Doch während seiner Ausbildung zum Sozialassistenten stellte er fest, dass er anderen Menschen helfen möchte. Irgendwie hat ihn der Gedanke nicht mehr losgelassen. Er bewarb sich um einen Ausbildungsplatz als Erzieher und wurde genommen – ein weiterer Schritt auf seinem Weg. Nach drei Jahren und einem Anerkennungsjahr bei der Hephata Diakonie kehrte er in die Jugendwohngruppe zurück, wo alles begann. Es ist beeindruckend zu sehen, wie sich sein Leben gewandelt hat und wie er nun selbst Teil der Hilfe für andere ist.

In Unterallgäu wird also nicht nur über die Herausforderungen der Jugendhilfe diskutiert, sondern es werden auch konkrete Schritte unternommen. Der Ausschuss hat die Verantwortung, Konzepte zu entwickeln und die Träger der freien Jugendhilfe zu fördern – und das ist keine kleine Aufgabe. Es bleibt zu hoffen, dass die Ideen und Initiativen, die hier entstehen, nachhaltig wirken und das Leben vieler junger Menschen positiv beeinflussen können.

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