Abschied von Heimpel: Feuerwehr-Legende prägt Unterallgäu über 48 Jahre!
Im Unterallgäu gibt es einen Wechsel an der Spitze des Feuerwehrwesens: Nach 48 Jahren im aktiven Dienst hat Wolfgang Heimpel seine Laufbahn bei der Feuerwehr beendet. Der Landrat des Landkreises Unterallgäu, Alex Eder, zollte ihm für seinen langjährigen Einsatz großen Respekt. Heimpel, der 1978 der Feuerwehr Mindelheim beitrat und über ein Jahrzehnt als Kreisbrandinspektor Ost fungierte, hat entscheidend dazu beigetragen, die Feuerwehrstrukturen in der Region zu stärken und zu modernisieren. “Ihr nachhaltiger Einfluss auf das Feuerwehrwesen wird immer in Erinnerung bleiben”, so Eder bei der feierlichen Verabschiedung, bei der auch Heimpels Verdienste als Kreisausbilder hervorgehoben wurden.
Als Nachfolger von Heimpel wurden Robert Draeger und Christoph Hohenleitner in ihrer neuen Rollen als Kreisbrandinspektor und Kreisbrandmeister Ost vorgestellt. Draeger, der seit 1988 in der Feuerwehr Mindelheim aktiv ist und zuletzt als Kommandant diente, hat sich bereits zahlreiche Sporen verdient. Hohenleitner, der in den letzten 30 Jahren ebenfalls der Feuerwehr Mindelheim angehörte, wird nun die Position des Kreisbrandmeisters Ost übernehmen und hat bereits zuvor als stellvertretender Kommandant wertvolle Dienste geleistet.
Aktuelle Zahlen und Statistiken
Die Herbstdienstversammlung des Feuerwehrbereichs Unterallgäu Ost am 25. November 2025 brachte weitere interessante Einblicke in die aktuelle Lage der Feuerwehren vor Ort. Laut den Berichten gab es im vergangenen Jahr 738 Einsätze, was im Vergleich zum Vorjahr mit 1239 Einsätzen einen Rückgang darstellt. Dennoch zeigt sich eine positive Entwicklung bei der Nachwuchsgewinnung: Rund 210 Jugendliche und immer mehr Kinder sind aktuell in den Jugend- und Kinderfeuerwehren aktiv. Dies ist in Anbetracht der Herausforderungen, die die Einsatzkräfte bewältigen müssen, von großer Bedeutung. Ein zentrales Thema wird hierbei die psychosoziale Betreuung der Feuerwehrleute sein, da die Belastungen steigen.
Eindrucksvoll war die Ehrung von Johann Schmid aus Ettringen, der für seine fast 50-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr Ettringen gewürdigt wurde. Als Zeichen der Anerkennung erhielt er eine personalisierte Wanduhr. Schmid hat 18 Jahre als Kommandant gedient und war insgesamt 31 Jahre als Kreisbrandrat tätig.
Feuerwehrstatistiken in Bayern
Bayern ist ein Schmelztiegel der Feuerwehren mit den meisten Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland, insgesamt 7.656, gefolgt von Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Laut dem Deutschen Feuerwehrverband engagieren sich in Deutschland 1,46 Millionen Menschen bei den verschiedenen Feuerwehren, unterteilt in Freiwillige, Berufs- und Werkfeuerwehren. Besonders bemerkenswert ist der hohe Anteil an Frauen in den Jugendfeuerwehren, die mit 31,95 % einen vielversprechenden Trend zur Gleichstellung untermauern.
Die Herausforderungen für die Feuerwehren sind vielfältig: Neben dem Anstieg der Mitgliederzahlen müssen auch Dokumentationspflichten und DSGVO-Vorgaben gehandhabt werden. Innovative Softwarelösungen bieten hier Lösungen, um die Dokumentation zu zentralisieren und automatisierte Auswertungen zu ermöglichen, was den Alltag der Feuerwehrleute erleichtert.
Der Wechsel in der Führungsetage und die positive Entwicklung der Nachwuchsarbeit zeigen, dass das Feuerwehrwesen im Unterallgäu auf einem guten Weg ist – dank des unermüdlichen Engagements von Menschen wie Wolfgang Heimpel, Robert Draeger und Christoph Hohenleitner, die mit viel Herzblut und Hingabe dazu beitragen, die Sicherheit in unserer Region zu gewährleisten.
Weitere Informationen über die Verabschiedung von Wolfgang Heimpel finden Sie auf der Webseite des Landratsamts Unterallgäu. Für die neuesten Zahlen zur Feuerwehrarbeit und die Herbstdienstversammlung werfen Sie einen Blick auf Ettringen.info und die umfassende Statistik des Feuerwehr-Verwaltungssystems.
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