Heute ist der 17.06.2026 und der Frühling neigt sich dem Ende zu – zumindest kalendarisch. Während die Spargelernte in Südbayern langsam ausklingt, blicken viele Anbauer auf eine Saison zurück, die eher durchschnittlich verlief. Claudia Westner, die Vorsitzende des Spargelerzeugerverbandes Südbayern, erzählt, dass es in diesem Jahr keine besonderen Höhen und Tiefen gab. Trotz steigender Kosten zeigen die Verbraucher weiterhin ein starkes Interesse an regionalen Produkten.

Die Spargelernte begann in diesem Jahr fünf bis sechs Wochen früher als gewohnt – ein Trend, der durch moderne Anbautechniken und den Klimawandel bedingt ist. Die reguläre Saison endet am 24. Juni, dem Johannistag. Das Wetter war größtenteils auf der Seite der Anbauer, insbesondere zwischen Ostern und Pfingsten. Auch wenn es im Mai eine Kälteperiode gab, blieb das Wachstum durch die verwendete Folientechnik relativ unberührt. Allerdings, nach Pfingsten, sank der Absatz wegen der Ferien und der Hitze, die uns hier in Bayern ganz schön ins Schwitzen brachte.

Erdbeeren – Der süße Begleiter

Benedikt Gänger, ein weiterer Erdbeer- und Spargelanbauer, berichtet von einer positiven Saisonbilanz bei den Erdbeeren. Die Haupternte neigt sich dem Ende zu, aber bis Oktober können wir weiterhin Erdbeeren ernten. Das klingt doch verlockend, oder? Immer mehr Erdbeerbauern setzen auf Hochbeete und Stellagen, die das Pflücken nicht nur einfacher machen, sondern auch das Risiko von Krankheiten und Schneckenbefall minimieren. Es ist einfach nur genial, wie die Natur und moderne Technik hier Hand in Hand gehen.

In diesem Jahr scheinen die Erntemengen höher auszufallen als in den Vorjahren. Wer kann es schon vergessen? 2025 erlebten wir starke Fröste, und 2024 sorgten Starkregen und Überschwemmungen für Ernteverluste. Dieses Jahr hingegen erfreuen uns Sonne und Wärme, die zu „super Qualitäten“ bei den Erdbeeren führen. Doch nicht alles ist eitel Sonnenschein. Der Freilandanbau von Erdbeeren in Deutschland nimmt seit Jahren ab, was vor allem dem Klimawandel geschuldet ist. Starkregen, Hagel und Überschwemmungen gefährden die Erträge, wie die Landwirtin Charlotte Otte berichtet.

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Herausforderungen im Anbau

Klimawandel setzt den Pflanzen ordentlich zu. Die Erdbeeren erleben Stress, was sich negativ auf ihre Widerstandsfähigkeit und die Fruchtqualität auswirkt. In diesem Zusammenhang betont der Erdbeerzüchter Klaus Olbricht die Notwendigkeit, neue, resistente Sorten zu entwickeln. Das Problem? Solche Züchtungen benötigen mindestens ein Jahrzehnt von der Kreuzung bis zur Marktreife. Ein langer Weg, aber nötig, wenn wir weiterhin leckere Erdbeeren genießen wollen.

Doch selbst die besten Sorten helfen nicht, wenn die Anbautechniken nicht stimmen. Geschützter Anbau könnte helfen, die Erträge zu steigern und Verlusten durch widriges Wetter vorzubeugen. Allerdings kommen damit höhere Kosten und ein größerer Ressourcenverbrauch. Ein Dilemma, mit dem viele Landwirte kämpfen müssen. Wie sagt man so schön? „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!“

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