Es war einmal eine Halloween-Nacht, die in der Region Landshut für Aufregung sorgte. Während die Kinder mit leuchtenden Augen ihre Süßigkeiten sammelten, entdeckten besorgte Eltern in den Beuteln ihrer Kleinen spitze Metallgegenstände und Schrauben. Ein Schock! Gerade bei Kaubonbons und Schokoriegeln kam es zu diesen gefährlichen Funden, die zwischen 17 und 19.30 Uhr in der Wolfgangssiedlung und in Landshut-West gesammelt wurden. Glücklicherweise wurden diese gefährlichen Überraschungen entdeckt, bevor die Kinder sie verzehren konnten.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und warnt eindringlich davor, ungeprüfte Süßigkeiten zu essen. Eltern sind aufgefordert, die Halloween-Beute ihrer Kinder gründlich zu kontrollieren und verdächtige Funde sofort zu melden. Ein kleiner Hinweis: Wer in der Region wohnt und etwas Auffälliges entdeckt hat, kann sich direkt an die Polizeiinspektion Landshut unter der Telefonnummer (0871) 92520 wenden.

Eine unruhige Halloween-Nacht

In der Nacht von Samstag auf Sonntag registrierte die Polizei-Einsatzzentrale Niederbayern von 16 Uhr bis 7 Uhr am Morgen ganze 310 Einsätze. Rund 80 davon hatten direkt mit Halloween zu tun. Leider kam es zu 16 Körperverletzungen, bei denen glücklicherweise niemand schwer verletzt wurde. Daneben gab es auch zehn Anzeigen wegen Sachbeschädigung, wobei der Gesamtschaden auf etwa 2.200 Euro geschätzt wurde. Trotzdem kann man sagen: Größere Zwischenfälle blieben aus, das Einsatzgeschehen war vergleichbar mit dem Vorjahr.

Auch im Polizeipräsidium Oberpfalz gab es keine größeren Vorfälle zu vermelden. Die Halloween-Feierlichkeiten verliefen insgesamt recht ruhig. Einzig in Landshut sorgte eine Auseinandersetzung in der Ländgasse für Aufregung: Am Samstag gegen 3.30 Uhr gerieten zwei Gruppen aneinander, wobei ein 37-Jähriger leicht verletzt wurde. Der Grund für die Schlägerei bleibt jedoch ein Rätsel.

Feuerwerk und Vandalismus

Die Freude über das Fest wurde auch von einigen unerfreulichen Vorfällen überschattet. In Regenstauf steckten Unbekannte eine Feuerwerksrakete in einen Briefkasten und zündeten sie. Nach der Explosion flohen sie mit einem E-Scooter, der Briefkasten blieb glücklicherweise unbeschädigt. Ein 17-Jähriger hatte zudem mehrere Feuerwerkskörper bei sich, darunter einen, der keine EU-Sicherheitszulassung hatte. Und auch in Waldsassen wurden vier Jugendliche mit verbotenem Großfeuerwerk erwischt. Die Polizei ist hier auf der Suche nach Zeugen.

In Straubing wurde am Freitag die Eingangstür einer Tiefgarage mit Kunstblut beschmiert, was ebenfalls zu einer Anzeige wegen Sachbeschädigung führte. Und in Hunderdorf kam es zu einem ähnlichen Vorfall, bei dem ein Unbekannter gegen 19 Uhr einen Briefkasten mit einem Feuerwerkskörper beschädigte. Die genauen Schadenshöhen sind hier noch unklar, aber die Polizei bittet auch hier um Hinweise: In Straubing unter (09421) 8680 und in Hunderdorf unter (09422) 85090.

Gefährliche Süßigkeiten, nicht nur in Bayern

Die Vorfälle in Landshut sind kein Einzelfall. Ähnliche erschreckende Funde gab es auch in anderen Teilen Deutschlands. In Appenheim, Rheinland-Pfalz, entdeckte ein Neunjähriger zwei kleine Magnete in einem Kaubonbon, nachdem seine Mutter in sozialen Medien auf manipulierte Süßigkeiten aufmerksam gemacht hatte. Im thüringischen Eichsfeld fanden Kinder bei ihren Süßigkeiten sogar dünne Metallnadeln. In allen Fällen ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung.

Die Hinweise für Eltern sind klar: Kontrolliert die gesamte Halloween-Ausbeute eurer Kinder vor dem Verzehr gründlich! Verdächtige Süßigkeiten sollten auf keinen Fall gegessen werden, und im Zweifelsfall ist es besser, die Polizei zu informieren. In dieser Halloween-Saison schien das Gespenst der Gefährlichkeit über den Süßigkeiten zu schweben – ein schauriger Gedanke, der das Fest für viele trüben könnte.