Waldkindergarten Starnberg am Abgrund: 70.000 Euro fehlen für die Zukunft der kleinen Entdecker
Heute ist der 7.07.2026 und die Lage des Waldkindergartens in Starnberg, wo 21 Kinder naturnahe Erlebnisse und kreatives Spiel im Freien genießen, ist alles andere als rosig. Nach 25 Jahren voller Abenteuer und Entdeckungen steht die Einrichtung vor dem Aus – und das wegen einer finanziellen Notlage, die sich gewaschen hat. Unglaubliche 70.000 Euro fehlen, um die Türen weiterhin offen zu halten. Die Stadt hat zwar einen Vorschuss von 12.000 Euro bewilligt, doch der Rest? Fehlanzeige!
Vitus Zeller, der Vorsitzende des Vereins, ist sichtlich frustriert. Er macht klar, dass die Probleme nicht aus Misswirtschaft resultieren. Vielmehr haben die Corona-Pandemie und ein Trägerwechsel die Einrichtung stark belastet. Seit Juni 2024 hat die Elterninitiative die Regie übernommen, was zwar zu mehr Anmeldungen geführt hat, aber die finanziellen Sorgen bleiben. Ein Finanz- und Sanierungsplan zeigt immerhin Licht am Ende des Tunnels: Ab dem Bildungsjahr 2027/2028 könnte der Kindergarten eigenständig wirtschaften, wenn er ein Darlehen von 75.000 Euro erhält.
Ein Vertrauensbruch?
Die Hoffnung der Elterngemeinschaft, die fast 20.000 Euro an Spenden und Darlehen mobilisieren konnte, steht auf der Kippe. Zeller empfindet die Ablehnung des restlichen Darlehens als Vertrauensbruch. Die Zweite Bürgermeisterin Angelika Kammerl hat zwar erklärt, dass die Stadt finanziell klamm ist und nicht in der Lage ist, einen weiteren Vorschuss von 50.000 Euro zu leisten, aber das hilft den Kindern nicht weiter. Gespräche über Lösungen sollen folgen, doch konkrete Vorschläge sind noch nicht in Sicht.
Die Ausstattung des Kindergartens ist liebevoll gestaltet: Bauwagen, Tipi und eine kleine Hütte stehen bereit, um den Kleinen einen Ort voller Fantasie zu bieten. Hier können sie spielen, toben und die Natur entdecken, was für viele von ihnen eine wertvolle Erfahrung ist. Das Gelände wird nicht nur als Spielplatz, sondern auch als Lernort genutzt, wo die Kinder im Einklang mit der Natur aufwachsen. Die Möglichkeiten, die sich hier bieten, sind unvergleichlich.
Ein Spendenaufruf für die Zukunft
Ein Spendenaufruf wurde gestartet, um die Existenz des Kindergartens zu sichern. Die Elterngemeinschaft zeigt sich unermüdlich und kreativ, um die finanziellen Hürden zu überwinden. Die Idee, das Konzept weiterzuentwickeln und die Eltern aktiv einzubeziehen, könnte der Schlüssel zur Rettung sein. Auch wenn die Stadt eine finanzielle Unterstützung nicht gewährleisten kann, bleibt die Hoffnung auf eine Lösung, die für alle Beteiligten tragbar ist.
Die Gespräche zwischen Stadt und Kindergarten stehen erst am Anfang. Die Besorgnis um die Zukunft dieser einzigartigen Einrichtung bleibt spürbar. Eines ist klar: Der Waldkindergarten in Starnberg ist nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein Ort der Gemeinschaft, und das sollte in dieser schwierigen Zeit nicht verloren gehen.
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