Heute ist der 1.07.2026 und in Gilching, wo die Wolken offensichtlich ein großes Bedürfnis nach Entleeren hatten, fiel ein regelrechter Wolkenbruch. Am Montagabend, um genau zu sein um 21:30 Uhr, wurden sage und schreibe 50,1 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen! Das ist nicht nur viel Wasser, das ist eine richtige Sintflut – und die Feuerwehr musste ran. Während manch einer vielleicht noch gemütlich auf der Couch saß, war die Feuerwehr Gilching zwischen 21:00 und 22:17 Uhr bei 15 Einsätzen im Dauereinsatz.

Der erste Schreck kam um 21:02 Uhr, als ein Keller voll Wasser lief. Aber das blieb nicht der einzige Zwischenfall. Um 21:10 Uhr ging es dann um eine vollgelaufene Bahnunterführung an der Römerstraße. Dort war ein Fahrzeug steckengeblieben, und man kann sich vorstellen, wie die Feuerwehrleute in ihren Einsatzanzügen umherwuselten, um die Straße abzusperren und die Gullys von Schmutz zu befreien. Und als ob das nicht genug wäre, musste um 21:13 Uhr eine Tiefgarage ebenfalls ausgepumpt werden – die Abläufe waren verstopft. Das Gewitter hatte mit seinen starken Böen echt ganze Arbeit geleistet.

Feuerwehr im Dauereinsatz

Die Feuerwehr war mit 36 Kräften und sieben Fahrzeugen vor Ort. Ein bemerkenswerter Anblick, wenn man bedenkt, dass sich die Wehren aus Gauting, Wangen, Buchendorf und Unterbrunn dazu gesellten, um die Feuerwehr in Martinsried zu unterstützen. Dort hatten es die Wassermassen besonders heftig getrieben und mehrere Gebäude überflutet. So eine Gemeinschaftsaktion ist nicht nur eine Pflicht, sondern auch eine Art von Nachbarschaftshilfe, die in solchen Momenten zeigt, was Zusammenhalt bedeutet.

Kreisbrandmeister Thomas Schade war vor Ort und beobachtete, wie die Gewitterzelle sich hauptsächlich auf den nördlichen Bereich des Landkreises konzentrierte. Da fragt man sich, was wohl die nächsten Schritte sind, um solche Wassermassen besser in den Griff zu bekommen. Die Feuerwehr konnte schließlich um 23:30 Uhr wieder einrücken, aber bis 00:30 Uhr wurde noch aufgeräumt. Man kann sich nur vorstellen, wie müde die Einsatzkräfte am Ende des langen Abends waren.

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Die betroffenen Straßen und Gebäude, darunter die Meginhardtstraße, der Pähler Weg und die Römerstraße, hatten einen Haufen Wasser abbekommen. Und nicht nur das. Das Gewitter brachte auch kräftige Windböen mit sich, die sogar einige Absperrbaken an einer Baustelle umkippten und Bäume am Steinberg entwurzelten. Eine kleine Naturgewalt, die uns einmal mehr vor Augen führt, wie machtvoll die Elemente manchmal sein können.

In einem Hochwassergebiet wie Bayern ist es immer wichtig, vorbereitet zu sein. Die Feuerwehr Gilching hat bewiesen, dass sie auch in solchen Extremsituationen schnell und effektiv handeln kann. Für die Anwohner bleibt zu hoffen, dass sich das Wetter bald wieder beruhigt und die Keller trocken bleiben.

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