Heute ist der 18.06.2026 und wir schauen uns etwas an, das die Gautinger Realschule betrifft. Hinter der Schule, auf einer Grünfläche, türmen sich Pflastersteine und Kies, während ein Container eines Glasrecycling-Unternehmens dort abgeladen wurde. Das Bild, das sich einem bietet, ist alles andere als einladend. Teile der Fassade sind mit grüner Plastikfolie verhängt – ein Zeichen der Hoffnung, dass vielleicht bald alles besser wird. Das Fundament ist freigelegt, als ob die Schule selbst in eine Art Koma gefallen ist. Um das Gebäude windet sich ein Gerüst, das fast das gesamte Schulhaus umschließt. Es sieht aus, als bräuchte es einen Arzt!

Die Gautinger Realschule, die erst vor 14 Jahren eröffnet wurde, hat bereits erhebliche Baumängel. Die Mängel sind so gravierend, dass man die Sanierungskosten auf etwa 20 Millionen Euro schätzt. Brigitte Kössinger, die ehemalige Bürgermeisterin von Gauting und Vorsitzende des Realschul-Zweckverbandes, bestätigte dies. Es ist schon ein merkwürdiges Gefühl, wenn man bedenkt, dass der Neubau seinerzeit 34 Millionen Euro kostete. Da fragt man sich: Wo ist das Geld geblieben?

Baumängel ohne Ende

Ein Blick auf die Mängelliste lässt einen schaudern. Rissige Fensterscheiben, schlecht verklebte Dämmplatten und verrostete tragende Bauteile – das ist nur die Spitze des Eisbergs. Wasser dringt ein, als ob die Wände selbst weinen würden. Besonders betroffen sind das Dach der Aula und diverse Türen. Und dann ist da noch die Überraschung mit den Fensterkonstruktionen, bei denen Holz anstelle von Kunststoff verwendet wurde – das hat zu Wasserschäden geführt. Absturzsicherungen? Die sind auch nicht korrekt angebracht. Der erste Vorfall passierte 2014, als ein Fenster beim Öffnen aus der Verankerung brach und ein Schüler verletzt wurde. Ein schrecklicher Moment für alle Beteiligten.

Die Probleme zeigten sich erst richtig, als Teile der Fassaden abgenommen wurden. Man kann sich vorstellen, wie die Schüler unter den Baustellenbedingungen leiden. Die Innenhöfe sind gesperrt und man fragt sich, wann endlich alles wieder normal ist. Die Baufirma, die für den Bau verantwortlich war, meldete Konkurs an – ein weiteres Kapitel in dieser tragischen Geschichte. Auch das Architekturbüro ist nicht mehr belangbar, was die Sache nicht einfacher macht.

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Stillstand und Ungewissheit

Momentan ruhen die Arbeiten an der Sanierung, weil neue Planungen erforderlich sind. Die Bauüberwachung hat gravierende Fehler aufgewiesen, die laut Sachverständigen hätten erkannt werden müssen. Die Aufteilung der Sanierungskosten ist noch unklar, aber es wird diskutiert, dass der Landkreis Starnberg möglicherweise an den Kosten beteiligt werden könnte. Das klingt fast wie ein Spiel ohne Gewinner. Geplante Fortsetzung der Arbeiten ist für spätestens Anfang Juli vorgesehen, doch auch hier bleibt abzuwarten, wie es weitergeht.

Die Schüler müssen weiterhin mit den Einschränkungen leben. Man könnte sagen, sie lernen derzeit nicht nur für die Schule, sondern auch für das echte Leben, in dem man manchmal mit unvorhergesehenen Herausforderungen konfrontiert wird. Die Frage bleibt, wie man eine Schule sanieren kann, die bereits so viele Probleme hat. Die Hoffnung stirbt zuletzt – vielleicht wird alles wieder gut. Irgendwie.

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