Neuanfänge im Hospiz: Frauen, die Licht in dunkle Zeiten bringen
Im Herzen von Schwandorf, genauer gesagt im Haus der Begegnung im Kloster Strahlfeld, wurde kürzlich ein bedeutender Schritt in der Ausbildung neuer Hospizbegleiterinnen gefeiert. Der Hospizverein Schwandorf hat die diesjährige Ausbildungsrunde erfolgreich abgeschlossen, und das gebührend. Zwölf Frauen durften nun stolz ihre Zertifikate entgegennehmen. Ein kleines Präsent von der Vorsitzenden Gisela Pöhler und den Koordinatorinnen Monika Kagerer, Tatjana Wein, Iris Wotschach und Cornelia Straßburger gab es obendrauf. Ein schöner Moment, der die harte Arbeit und das Engagement dieser Frauen würdigt!
Die Ausbildung umfasste satte 100 Stunden Theorie und ein zusätzliches 20-stündiges Praktikum. Das Ziel? Die angehenden Hospizbegleiterinnen fit zu machen für die herausfordernde Begleitung von Menschen in schweren Lebensphasen – und natürlich deren Angehörigen. Dabei geht es nicht nur um die Theorie; die Absolventinnen haben sich mit Themen wie Spiritualität, Trauerbegleitung, dem Umgang mit Demenz und ethischen Fragestellungen auseinandergesetzt. Die theoretische Ausbildung, gestaltet von erfahrenen Referenten, entspricht dem Curriculum des Deutschen Hospiz- und Palliativverbands (DHPV).
Eine Gemeinschaft entsteht
Während der fünfmonatigen Ausbildungszeit entwickelte sich eine vertrauensvolle Gemeinschaft. Gisela Pöhler, die Vorsitzende, bedankte sich herzlich bei den Absolventinnen und dem Team für ihren unermüdlichen Einsatz. Auch die Absolventinnen selbst zeigten ihre Wertschätzung und überreichten dem Koordinatorinnenteam ein kleines Geschenk. Solche Gesten sind das Tüpfelchen auf dem i, wenn man sieht, wie sehr diese Frauen gewachsen sind.
Am darauffolgenden Tag fand ein Begegnungstag mit bereits aktiven Hospizbegleitern statt. Rund 40 Teilnehmer waren anwesend, gespannt auf den Austausch und die Vernetzung. Die Referentin Barbara Mallmann von „beherzt begleiten“ brachte ein wahres Füllhorn an Erfahrung mit, die sie in der Begleitung schwerstkranker Menschen gesammelt hat. Der Tag war nicht nur informativ, sondern auch ein wertvoller Raum für persönlichen Austausch. Hier wurde deutlich: Die Arbeit im Hospizbereich ist eine Herzensangelegenheit, die weit über die Theorie hinausgeht.
Die Hospizidee im Fokus
Die Hospizidee selbst basiert auf der Überzeugung, dass Menschen in der letzten Lebensphase, egal welchen Alters, Zuwendung und Unterstützung benötigen. Das gilt nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für deren Familien und Nahestehenden. Der Deutsche Hospiz- und Palliativverband (DHPV) bietet umfassende Informationen zu den Themen Hospizarbeit, Palliativversorgung und Trauerbegleitung. Es ist wichtig zu erkennen, dass das Sterben ein Teil des Lebens ist – und dass jeder Mensch ein würdevolles Sterben verdient.
Die Organisation setzt sich dafür ein, gute Bedingungen für eine umfassende palliativmedizinische Betreuung sowie psychosoziale und spirituelle Begleitung zu schaffen. Dabei wird stets die größtmögliche Autonomie der Menschen am Lebensende angestrebt. In einer Zeit, in der das Thema Sterben oft tabuisierte Bereiche berührt, sind solche Initiativen unerlässlich. Sie geben Hoffnung und zeigen, wie wichtig die Arbeit der Hospizbegleiter ist.
Am Ende des Tages bleibt die Erkenntnis, dass der Hospizverein Schwandorf nicht nur ein Team von Ehrenamtlichen hat, sondern eine Gemeinschaft von Menschen, die sich gegenseitig unterstützen und für andere da sind. Ein wunderbarer Ort, der Mut macht und ein Lichtstrahl in schweren Zeiten sein kann.
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