Heute ist der 22.05.2026 und in Rottal-Inn brodelt es ordentlich in der Verkehrspolitik. Ein wichtiges Ereignis steht bevor: Am 23. Mai wird eine Delegation aus Südostbayern unter der Leitung von Landrat Max Heimerl und Landrat Dr. Tobias Windhorst zusammentreffen, um über den beschleunigten Ausbau der Bahnstrecke ABS 38 zu beraten. Das Ganze geschieht auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer. Hierbei wird auch Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder anwesend sein und die dringend benötigte Finanzierungszusage aus dem Bundesfinanzministerium einfordern. Die Spannung ist spürbar!
Warum ist das so wichtig? Ganz einfach: Die ABS 38 spielt eine zentrale Rolle für das Bayerische Chemiedreieck, einem bedeutenden Industriestandort. Hier sind rund 20.000 Arbeitsplätze direkt und noch einmal 60.000 indirekt von der Verkehrsanbindung abhängig. Mit einem jährlichen Umsatz von etwa zwölf Milliarden Euro ist das Chemiedreieck ein echter Wirtschaftsmotor. Die Modernisierung der eingleisigen Strecke, die zum Teil auf Trassen aus dem 19. Jahrhundert basiert, ist mehr als überfällig. Der Ausbau ist entscheidend für den Güterverkehr und trägt zudem zum Klimaschutz bei.
Einblicke in die Pläne
Die Deutsche Bahn hat bereits Pläne für den Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke im Stadtgebiet Tittmoning vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen Teil des großen Projekts, das die Verbindung zwischen München, Mühldorf, Freilassing und Burghausen verbessert. Geplant sind der Bau eines zweiten Gleises, die Installation einer neuen Oberleitung und die Errichtung eines barrierefreien Haltepunkts Tittmoning-Wiesmühl. Wenn das alles klappt, könnte die Streckenhöchstgeschwindigkeit auf bis zu 160 km/h zwischen Tüßling und Freilassing und sogar auf 200 km/h zwischen München und Ampfing erhöht werden!
Am 7. Juli wird es einen Infomarkt im Stadtsaal des Braugasthofes in Tittmoning geben, wo die Bürger sich über das Projekt informieren können. An diesem Tag wird man sicherlich viel über die Detailplanungen erfahren können, die für fünf von sechs Teilabschnitten im östlichen Bereich der Strecke bereits abgeschlossen sind. Die Baumaßnahmen umfassen etwa 125 Kilometer Oberleitung und 61 Kilometer neue Gleise. Die Erwartungen sind hoch – nicht nur für die Pendler, sondern auch für die Umwelt.
Die Dringlichkeit der Finanzierung
Die Vertreter der Region haben unmissverständlich klargemacht, dass sie flexible Nutzung des Sondervermögens des Bundes für das Projekt fordern. Derzeit sind die Mittel nur für Instandhaltungsmaßnahmen vorgesehen, was in Anbetracht der bevorstehenden Herausforderungen nicht ausreicht. Es braucht pragmatische Finanzierungslösungen, um schnellstmöglich mit dem Bau beginnen zu können, wo Baurecht besteht. Schnieder hat bereits angekündigt, sich für die Finanzierungszusage und die nötigen Mittel starkzumachen. Ob das alles rechtzeitig klappt, bleibt abzuwarten.
Die gesamte Region schaut mit großen Erwartungen auf das bevorstehende Treffen. Es wird spannend, ob die Politiker die nötigen Schritte einleiten können, um die Bahnstrecke ABS 38 zu modernisieren und damit einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung und zum Klimaschutz zu leisten. Die Uhr tickt, und die Menschen hier wissen: Es geht um ihre Zukunft!
