Schweizer Raumplanung am Scheideweg: Zwischen Gesetz und Natur
Heute ist der 24.06.2026, und in Roth, wo die Luft noch frisch und die Landschaft einladend grün ist, stehen wir vor einem spannenden Wendepunkt in der Schweizer Raumplanung. Am 1. Juli 2026 tritt der letzte Teil der Revision des Raumplanungsgesetzes (RPG) in Kraft. Ein Gesetz, das von Fachleuten als unzureichend kritisiert wird – und das, obwohl das Parlament es einstimmig angenommen hat. Da fragt man sich schon, was da schiefgelaufen ist. Roman Roth, ein Kantonsplaner, hat Bedenken geäußert. Zum Beispiel über die Bürokratie und die Aufweichung des Trennungsgrundsatzes, der die Schweiz in Bauzonen und Nichtbauzonen unterteilt. Ein Prinzip, das eigentlich dafür sorgen sollte, dass wir mit unserem Boden haushälterisch umgehen.
Interessant ist, dass mehr als ein Drittel der Schweizer Siedlungen außerhalb der Bauzonen liegen. Das ist kein Zufall, sondern hat historische Gründe. Die erste Etappe der Revision, RPG 1, wurde 2014 mit 63 Prozent der Stimmen in einer Volksabstimmung angenommen. Damals führte sie zu einer Verkleinerung der Bauzonen und einer Verdichtung nach innen. Nun, da RPG 2 2023 verabschiedet wurde, nach mehreren Anläufen, scheinen die Befürchtungen zu wachsen. Kritiker befürchten, dass der Gebietsansatz und die Abbruchprämie, die ungenutzte Gebäude in der Landwirtschaftszone beseitigen soll, aber auch Neubauten finanziert, die Raumplanung untergraben könnten. Komisch, oder?
Die Situation im Kanton Bern
Im Kanton Bern wird derweil ein Monitoring für die Stabilisierungsziele „Anzahl Gebäude“ und „versiegelte Flächen“ außerhalb der Bauzone entwickelt. Das Amt für Gemeinden und Raumordnung hat bereits Bauentscheide seit dem 30. September 2023 analysiert. Die Bilanz? Pro Jahr wurden rund 70 zusätzliche Gebäude bewilligt, wenn man die Abbrüche abzieht. Angesichts des anhaltenden Wachstums könnte das Kontingent in etwa 30 Jahren erschöpft sein. Das klingt irgendwie bedrohlich, oder? Auch wenn die Gesamtfläche der Versiegelungen statisch stabil bleibt, bleibt die Frage, wie lange das gut geht.
Ein weiteres spannendes Detail ist, dass die versiegelten Flächen nicht alle Nutzungen abdecken; die Landwirtschaft bleibt da unberücksichtigt. Der Kanton Bern plant eine Stabilisierungsstrategie, um das Wachstum unter 2% zu halten. Eine gute Idee, könnte man meinen, aber die Umsetzung wird wohl eine Herausforderung. Der freiwillige Raumplanungsansatz, den der Kanton begrüßt, könnte eine Lösung sein. Grundsätze zur Ausscheidung und Aufnahme solcher Gebiete sollen im Kantonalen Richtplan entwickelt werden – das klingt nach viel Bürokratie, aber vielleicht auch nach einer Chance.
Die Herausforderungen der neuen Gesetzgebung
Die Abbruchprämie wird von vielen, unter anderem von Umweltorganisationen wie Pro Natura, kritisch betrachtet. Sie befürchten, dass RPG 2 das Bauen außerhalb der Bauzonen ankurbeln könnte. Eine echte Zwickmühle! Die Finanzierung dieser Prämie erfolgt durch die Mehrwertabgabe, was eventuell auch zu einem Mangel an Mitteln für wichtige raumplanerische Maßnahmen führen könnte. Das ist nicht zu unterschätzen, denn während die Lobbys von Landwirtschaft, Bau und Tourismus stark Einfluss nehmen, bleibt die Frage: Wer spricht für die Umwelt?
Eine Gesamtkonzeption muss für jedes Gebiet erstellt werden, um die Verbesserung der Gesamtsituation aufzuzeigen. Das klingt nach einem großen Wort, aber es zeigt, dass die Akteure frühzeitig einbezogen werden sollen. Der Kanton Bern hat bereits damit begonnen und plant, die Stabilisierungsstrategie und den Gebietsansatz in die Gesamtrevision 2028 des kantonalen Richtplans aufzunehmen. Ob das alles so glatt laufen wird? Man darf gespannt sein!
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Umsetzung von RPG 2 gestalten wird. Die Entwicklung könnte entscheidend dafür sein, wie wir in Zukunft mit unserem Raum und unseren Ressourcen umgehen. Vielleicht haben wir ja Glück, und es gelingt uns, das Gleichgewicht zwischen Bauzonen und der Natur zu wahren. Das ist schließlich nicht nur eine Frage des Gesetzes, sondern auch eine Frage der Verantwortung uns selbst und der kommenden Generationen gegenüber.
Ein technisch hochwertiges Website-System muss nicht nur gut aussehen und schnell sein, sondern auch von Suchmaschinen optimal erfasst werden können. Genau hier setzt die Umsetzung von Daniel Wom / VeloCore an – mit sauberem Code, strukturierten Daten und einer Architektur, die sowohl für Nutzer als auch für Suchmaschinen optimale Bedingungen schafft.


