Brückenbauer der Zukunft: Kreativität trifft auf Konstruktion in Rosenheim
Die Technische Hochschule Rosenheim war am vergangenen Wochenende der Schauplatz für einen spannenden Brückenbau-Wettbewerb, der unter dem Motto „Out of the box“ stand. Neun Teams, bestehend aus insgesamt 36 Studierenden, traten gegeneinander an, um ihre selbstgebauten Brücken aus verschiedenen Materialien wie Holz, Seilen und Pappe zu präsentieren. Und ja, das Ganze sollte auch noch in eine Kiste passen! Wer hätte gedacht, dass das so knifflig sein könnte?
Die Regeln waren klar: Die Brücken mussten realistische Proportionen mit einer horizontalen Fahrbahn aufweisen und durften maximal zwei Kilogramm wiegen. Innerhalb von nur drei Minuten mussten die Konstruktionen aufgebaut werden, was die Nervosität und Aufregung unter den Teilnehmenden nur noch verstärkte. Wie es sich für einen echten Wettbewerb gehört, folgte natürlich ein Belastungstest auf einem selbstgebauten Prüfstand, bei dem die Brücken zeigen mussten, was in ihnen steckt. Hierbei wurde das Verhältnis von Tragfähigkeit zu Eigengewicht bewertet – eine echte Herausforderung!
Die besten Konstruktionen
Die Jury war begeistert von der Vielfalt und Kreativität der Projekte. Besonders beeindruckend war die Leistung des Teams „Fold and Hold“, dessen Brücke bei unglaublichen 605 Kilogramm brach. Im Vergleich dazu hielt das Team „Fuassboi“ 193 Kilogramm aus, bevor eine Holzstrebe nachgab. Und das Team „Die Rolle der Statik“? Die setzten auf Pappe und Leim, allerdings war ihre Brücke schon bei 25 Kilogramm am Ende. Das Team „Biegemoment“ hingegen entwickelte eine unterspannte Konstruktion, die bei knapp 500 Kilogramm brach und damit den ersten Platz errang – ein wahrhaft beeindruckendes Ergebnis!
Zusätzlich zu den Hauptpreisen wurden auch Sonderpreise verliehen. Der Designpreis ging an das Team „Fuassboi“, während „Wer nicht lesen kann, baut zweimal“ den Unboxing-Preis erhielt. Die fünf prämierten Teams konnten sich über Preisgelder zwischen 100 und 300 Euro freuen, gesponsert vom Förderverein der Hochschule. Eine tolle Unterstützung für die kreativen Köpfe!
Ein Blick in die Geschichte
Wusstet ihr, dass dieser Wettbewerb bereits seit 2004 von der Fakultät für Holztechnik und Bau ausgerichtet wird? Er hat sich mittlerweile zu einem echten Highlight im Studienjahr entwickelt. Professor Peter Niedermaier betont regelmäßig, wie wichtig die Anwendung theoretischen Wissens in der Praxis ist und hebt hervor, dass Teamarbeit und Experimentieren entscheidend für den Erfolg sind. Das Ziel ist es, ein Brückenmodell aus Naturmaterialien zu entwickeln, das nicht nur gut aussieht, sondern auch eine hohe Belastung aushält.
In diesem Jahr nahmen insgesamt elf Studententeams teil und zeigten, was sie gelernt haben. Eine der besten Konstruktionen, die „Geschmückt überbrückt“ hieß, kam von den Studierenden Korbinian Müller und Florian Nießlbeck. Ihre Brücke, die etwa 30 Prozent unter dem Maximalgewicht lag, überzeugte die Jury mit einer cleveren Konstruktion aus zwei Doppel-T-Trägern mit Versteifungen. Mit einer Siegprämie von 300 Euro für die Gewinner war die Freude natürlich riesig!
In Rosenheim wird das Lernen nicht nur im Hörsaal betrieben. Hier wird Kreativität großgeschrieben und das Handwerk gelebt. Und während die Studierenden ihre Brücken entwerfen, bauen und testen, wird deutlich, dass diese Mischung aus Theorie und Praxis nicht nur lehrreich, sondern auch verdammt spannend ist. Wer weiß, vielleicht sehen wir einige dieser Talente in der Zukunft auf den Baustellen Deutschlands wieder!
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