Heute ist der 15.06.2026, und in Rosenheim wird gefeiert! Die Technische Hochschule Rosenheim hat ein ganz besonderes Jubiläum zu feiern: 30 Jahre Elektro- und Informationstechnik (EIT). Eine Feier, die sich gewaschen hat – mit rund 100 Gästen, darunter Dozenten, Mitarbeiter, Studenten und Alumni, die sich alle versammelt haben, um auf die Geschichte und die Erfolge dieses Studiengangs zurückzublicken. Der EIT wurde einst als Antwort auf den Fachkräftemangel ins Leben gerufen und hat sich im Laufe der Jahre zu einem echten Motor für Innovation entwickelt. Und das wird nicht nur von den Anwesenden, sondern auch von der Dritten Bürgermeisterin Gabriele Leicht unterstrichen, die die Bedeutung des EIT-Studiums für die Stadt hervorhebt.

Doch die Herausforderungen sind auch nicht zu unterschätzen. Die demografische Entwicklung macht es zunehmend schwerer, neue Studierende zu gewinnen. Hier wird auch die Kritik an der Technikgläubigkeit in den Raum geworfen, sowie die Tatsache, dass der Frauenanteil im Studiengang noch immer zu wünschen übrig lässt. Professor Werner Braatz hat es treffend formuliert: „Wir müssen die Jugend für Technik begeistern!“ Und das ist eine Herausforderung, die angepackt werden muss.

Ein Blick zurück

<pDer Blick in die Vergangenheit ist nicht nur nostalgisch, sondern auch lehrreich. Die Gründungsidee für den EIT stammt aus dem Jahr 1988 von Professor Anton Kathrein. Nach Spenden von 600.000 Mark wurde der Studiengang 1995 genehmigt und startete mit 47 Studierenden im sogenannten „Schweinchenbau“. Ein Ort, der vermutlich nicht die besten Erinnerungen an Raumklima und Komfort hervorrief, aber dafür voller Enthusiasmus steckte. Im Jahr 1998 folgte der Umzug in ein modernes Gebäude und die Umbenennung in Elektro- und Informationstechnik im Jahr 2000. Der Master-Studiengang wurde 2001 ins Leben gerufen, und bis 2005 wuchs das Team auf zehn Professoren und sechs Mitarbeiter.

In den letzten Jahren haben etwa 70 bis 80 neue Studierende pro Jahr den Weg an die Hochschule gefunden, was insgesamt rund 300 aktive Studierende ergibt. Bisher wurden 330 Diplom-, 390 Bachelor- und 415 Master-Abschlüsse in 61 Semestern verliehen. Und das ist wirklich eine stolze Bilanz!

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Fachkräftemangel und Zukunftsperspektiven

Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist jedoch alles andere als rosig. Laut dem VDI-/IW-Ingenieurmonitor hat sich die Zahl offener Stellen in Ingenieur- und Informatikberufen im letzten Jahr um 25,7 % auf 118.250 verringert. Das klingt irgendwie paradox, wenn man bedenkt, dass gleichzeitig 50.025 Personen in diesen Berufen auf Jobsuche sind und die Arbeitslosigkeit um 19,6 % gestiegen ist. Die Engpasskennziffer für Ingenieur- und IT-Berufe liegt bei 236 offenen Stellen pro 100 Arbeitslosen. Besonders kritisch ist die Lage in der Energie- und Elektrotechnik, wo 393 offene Stellen auf 100 Arbeitslose kommen. Hier ist also Handlungsbedarf angesagt!

Was die Frauen in diesen Berufen betrifft, so gibt es Licht am Ende des Tunnels. Der Frauenanteil in Ingenieurberufen ist von 15,1 % auf 20,3 % gestiegen. Das ist zwar noch nicht viel, aber definitiv ein Schritt in die richtige Richtung! Initiativen wie „Ingenieurin der Woche“ und das Mentoringprogramm VDI-WoMentorING zeigen, dass es Möglichkeiten gibt, mehr Frauen für MINT-Berufe zu begeistern und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern.

In den kommenden Jahren stehen spannende Projekte an: Die Entwicklung von Lawinensuchgeräten, die Verbesserung der Mobilfunkversorgung, die Kontrolle über künstliche Intelligenz und das Recycling von Elektronikschrott. All diese Themen zeigen, wie wichtig es ist, auch in der Zukunft auf gut ausgebildete Fachkräfte zu setzen, um diese Herausforderungen anzugehen. Der EIT hat in den letzten 30 Jahren viel erreicht, aber die Zukunft verlangt nach weiteren Innovationen und einem klaren Fokus auf die Ausbildung junger Talente. Die Zeit ist reif, um die Weichen für die nächsten 30 Jahre zu stellen!

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