Alarmstufe Rot: Bakterieller Feuerbrand bedroht Obstbäume im Landkreis Rosenheim
In diesen Tagen macht eine gefährliche Pflanzenkrankheit im Landkreis Rosenheim von sich reden. Der bakterielle Feuerbrand breitet sich rasant aus und erinnert uns schmerzlich an die letzte große Infektionswelle im Jahr 2013. Betroffen sind vor allem die beliebten Obstbäume wie Apfel, Birne und Quitte, aber auch Sträucher wie der Weißdorn, die Eberesche und die Mispel. Steinobst wie Kirschen und Zwetschgen bleibt bisher verschont – zum Glück, denn die Symptome des Feuerbrands sind alarmierend.
Schwarz verfärbte und welkende Triebe, die besonders zur Blütezeit auffallen, sind die ersten Anzeichen. Da denkt man sich: „Das ist doch nicht normal!“ Und tatsächlich ist es ein klares Indiz für eine mögliche Infektion. Ein weiteres Merkmal ist der kräftig grüne Blattstiel, während das Blatt selbst braun oder schwarz wird. Das lässt einen schnell erkennen, dass da etwas nicht stimmt. Und kommt man dann noch zu dem Punkt, an dem kleine gelbe Schleimtröpfchen aus der Rinde junger Triebe austreten – oh je! Dann ist die Lage ernst.
Maßnahmen gegen Feuerbrand
Was tun, wenn der Schrecken Einzug hält? Bei einem Befall sollte man nicht zögern und die befallenen Äste großzügig zurückschneiden – mindestens 30 cm ins gesunde Holz. Manchmal bleibt einem nichts anderes übrig, als den gesamten Baum zu fällen. Eine drastische Entscheidung, die viele Obstliebhaber schwer treffen. Und, ganz wichtig: Wer mit den Werkzeugen arbeitet, sollte diese regelmäßig desinfizieren – das geht zum Beispiel durch Abflämmen oder mit einer 70-prozentigen Spirituslösung. Hygiene ist das A und O!
Doch nicht nur die Pflege der Bäume ist wichtig, auch die Entsorgung des befallenen Schnittguts sollte bedacht werden. Das gehört auf keinen Fall in den Kompost oder zur Grüngutstelle. Kleine Mengen können in die Restmülltonne, größere Mengen müssen als Sperrmüll zu den Wertstoffhöfen gebracht werden. Manchmal denkt man sich, „ach, das wird schon gut gehen“, aber hier ist Vorsicht geboten.
Wo Hilfe zu finden ist
Für alle, die sich unsicher fühlen oder Fragen haben, gibt es Hilfe! Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) bietet umfassende Informationen und Beratung an. Auch die Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege steht bereit, um Fragen zu klären – sei es per E-Mail oder einfach mal zum Telefon greifen. Es ist wirklich beruhigend zu wissen, dass es Anlaufstellen gibt, die einem in solch einer Situation helfen können.
Die Rückkehr des Feuerbrands ist ein ernstes Thema, das uns alle betrifft. Ob Hobbygärtner oder Profi – jeder sollte sich über die Symptome und Maßnahmen informieren, um das eigene Grün zu schützen. Denn was gibt es Schöneres, als im eigenen Garten zu sitzen und die Früchte der Arbeit zu genießen? Packen wir’s an und schützen wir unsere Pflanzen – auch für die kommenden Jahre!
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