Abschied und Neubeginn: Andreas März reflektiert über seine Zeit als Oberbürgermeister von Rosenheim
Heute ist der 25.05.2026 und in Rosenheim scheint die Sonne – ein schöner Tag, um über das zu reflektieren, was war. Andreas März, der in den letzten sechs Jahren als Oberbürgermeister die Geschicke der Stadt lenkte, hat sich nun zurückgezogen. Nach einer Wahlniederlage, die ihn sichtlich überrascht hat, zieht er Bilanz und spricht offen über seine Enttäuschung und die gesundheitlichen Herausforderungen, die ihn in den letzten Monaten begleiteten.
Im Interview äußert er, dass er an sich selbst gezweifelt hat. Diese Gedanken scheinen ihn nicht loszulassen, doch gleichzeitig ist er stolz auf die Erfolge seiner Amtszeit. Die Romed-Kliniken, die Verkehrsgesellschaft und diverse Stadtprojekte zählen dazu. So viel Positives – und doch fühlt man seine Enttäuschung förmlich in der Luft. Der Wahlkampf, den er als authentisch und erfolgreich ansieht, wurde von Kritik an bestimmten Aktionen begleitet. Rückhalt bekam er stets von der CSU-Fraktion, was ihm offenbar wichtig war.
Ein Blick auf die Zukunft
In der Rückschau hätte März gerne einige Projekte wie das Bahngelände Süd und die Entwicklung im Rosenheimer Norden weiterverfolgt. Doch die Politik hat ihre eigenen Gesetze und manchmal muss man auch loslassen. Kommunikation und Zusammenarbeit im Gremium hebt er hervor – das scheint ihm besonders am Herzen zu liegen. Wenn man durch die Straßen Rosenheims läuft, spürt man, dass die Stadt lebt und sich weiterentwickeln möchte – mit oder ohne ihn.
Nach seiner Amtszeit zieht er sich nicht nur aus der aktiven Politik zurück, sondern plant auch, als Privatperson am Stadtleben teilzunehmen. Mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen, hat jetzt Priorität. Das klingt irgendwie nach einem wohlverdienten Urlaub – auch wenn es nicht ganz so einfach ist, wie es klingt. Auf ein Stadtratsmandat hat er verzichtet, um Platz für frische Ideen zu schaffen. Ein Zeichen der Fairness, könnte man sagen.
Ein neuer Wind weht
Sein Interesse an einer Rückkehr in die Politik scheint gegen null zu tendieren. Weder eine Kandidatur für den Landtag noch für den Bundestag ist für ihn in Sicht. In seinen Worten spürt man, dass er einen Verlust an Einfluss der CSU in Rosenheim erkennt. Die Herausforderungen bei der Bildung von Mehrheiten im Stadtrat sind nicht zu unterschätzen. Das ist der Stoff, aus dem politische Träume und Albträume gemacht sind.
Es gibt keine unerfüllten Wünsche oder Botschaften, die er während seiner Amtszeit nicht äußern konnte. Das ist eine Erleichterung, denn oft bleiben solche Dinge im politischen Alltag auf der Strecke. Ein Schlussstrich, der doch irgendwie auch ein neuer Anfang ist. Rosenheim, mit all seinen Facetten, steht vor neuen Herausforderungen und Möglichkeiten. Ob es mit dem nächsten Oberbürgermeister weitergeht wie gewohnt oder ob frischer Wind weht – die Zeit wird es zeigen.
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