Skandalöse Klänge in Sankt Emmeram: Popsängerin provoziert mit umstrittenem Musikvideo
Heute, am 14.07.2026, sorgt ein unerwartetes Musikvideo für Aufregung in Regensburg. Die katholische Basilika Sankt Emmeram, ein Wahrzeichen aus dem 8. Jahrhundert mit einem barocken Innenraum, der von den Künstlerbrüdern Egid Quirin und Cosmas Damian Asam gestaltet wurde, war Schauplatz eines fragwürdigen Projekts. Die 22-jährige Schweizer Popsängerin Milune und ihre Freundin haben hier, ohne das Einverständnis des Pfarrers, ein Video für ihre neue Single „You Believe in Jesus, I Believe in Pussy“ gedreht. Na, das lässt aufhorchen!
Pfarrer Roman Gerl, der Stadtdekan und 54 Jahre alt, war mehr als nur schockiert über die Dreharbeiten, die ohne Genehmigung stattfanden. In seiner Enttäuschung bezeichnete er das Video als „frivol“ und als „absolutes No-Go“. Er betonte, dass es niemals eine Erlaubnis für solch ein Projekt gegeben hätte. Um die Verbreitung des Videos zu stoppen, hat er bereits rechtliche Schritte eingeleitet und die Angelegenheit an eine Anwaltskanzlei übergeben. Kurze Zeit später war das Video auch tatsächlich nicht mehr im Internet abrufbar.
Ein Blick ins Video
Das Video selbst zeigt ein paar schockierende Szenen, unter anderem Milune in einem Beichtstuhl – das hat sicher einige Traditionen ins Wanken gebracht! Es endet mit einem Zungenkuss zwischen Milune und ihrer Freundin. Während die Sängerin den Song als Ausdruck ihres neu gewonnenen Selbstbewusstseins bezeichnet, ist es klar, dass der Inhalt nicht mit den Werten der Kirche übereinstimmt. Die Bischöfliche Presse- und Medienabteilung in Regensburg distanzierte sich ebenfalls deutlich von den Inhalten und stellte klar, dass keine Zustimmung zur Veröffentlichung gegeben wurde.
Interessanterweise hat Milunes Management das Video vorsorglich entfernt und prüft nun, ob sie überhaupt eine Genehmigung hätten beantragen müssen. Für Dreharbeiten in einem Kirchenraum ist schließlich eine offizielle Bewilligung erforderlich, die in der Regel vom Pfarrer nach inhaltlicher Prüfung und Zustimmung des Erzbischöflichen Ordinariats erteilt wird. Ein verworrenes rechtliches Netz, das sich hier auftut!
Reaktionen und Konsequenzen
Die Aufregung um das Video hat die Gemüter in der Stadt erhitzt. Während einige die Frechheit der Sängerin und ihrer Freundin schockierend finden, gibt es auch Stimmen, die den kreativen Ausdruck verteidigen. Doch die Kirche sieht das offenbar anders. Es gab zwar gelegentlich Anfragen für Kulturprojekte in Sankt Emmeram, aber dass jemand einfach so ein Musikvideo in einem Gotteshaus dreht, das hat es wohl noch nicht gegeben.
Wie sich die rechtlichen Schritte entwickeln werden und ob Milunes Management tatsächlich mit Konsequenzen rechnen muss, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass die Diskussion um Kunstfreiheit und das angemessene Maß in kirchlichen Räumen neu entfacht wurde. Regensburg hat sich mal wieder als Ort der (un)gewollten Aufmerksamkeit etabliert.
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