In Regensburg gibt es Grund zur Freude: Die DB InfraGO AG hat die Hälfte des umfangreichen Bauprogramms für die Korridorsanierung zwischen Nürnberg und Regensburg erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurden nicht nur 87 Kilometer Gleis und 12 Kilometer Oberleitung erneuert, sondern auch 39 Weichen. Die Arbeiten an 20 Stationen verlaufen planmäßig, und die Abrissarbeiten an nahezu allen Bahnhöfen sind bereits abgeschlossen. Dies bedeutet, dass die Reisenden in naher Zukunft von einer komfortableren und moderneren Bahnreise profitieren werden.
Ein besonderes Highlight der Sanierungsarbeiten ist die Stabilisierung des 37 Meter hohen Deininger Damms, die ebenfalls nach Plan verläuft. Täglich sind bis zu 2.000 Fachkräfte und 80 große Baugeräte im Einsatz, um die Arbeiten voranzutreiben. Das Ziel der Sanierung ist klar: eine langfristig stabilere und pünktlichere Strecke, weniger Störungen und eine schnellere Auflösung von Verspätungen. Die Arbeiten bündeln sich in einer Bauphase von fünf Monaten, die am 6. Februar 2026 begann.
Neue Infrastruktur für eine moderne Bahnverbindung
Ein umfangreiches Bauprogramm sorgt dafür, dass über 1.300 Fundamente für neue Oberleitungsmasten eingebaut wurden und mehr als 1.000 neue Masten bereits stehen. Hubschrauber kommen zum Einsatz, um schwer zugängliche Abschnitte zu erreichen. In Burgthann und Parsberg sind die neuen Weichenverbindungen bereits fertig eingebaut. Auch die Bahndämme bei Pölling und Deining werden stabilisiert, während die Innenanlagen von acht Stellwerken modernisiert werden, einschließlich der Stromversorgung und Signale.
Ein weiterer Meilenstein ist die neue Eisenbahnbrücke in Burgthann, die planmäßig im Juni eingeschoben werden soll. Über 70 Prozent der Bahnsteigkanten an den Bahnhöfen wurden erneuert, und Kabeltiefbau-, Erd- und Pflasterarbeiten sind im vollen Gange. Für die Reisenden wird ein Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Nürnberg und Regensburg angeboten, der stabil läuft. In Spitzenzeiten sind über 90 Busse im Einsatz, und die Pünktlichkeit der Ersatzbusse liegt bei ca. 96 Prozent, während die Ausfallquote bei nur 0,5 Prozent liegt.
Komfort und Barrierefreiheit im Fokus
Die Busse sind nicht nur pünktlich, sie bieten auch zusätzlichen Komfort: Sie sind barrierefrei und ausgestattet mit Annehmlichkeiten wie Toiletten, WLAN und USB-Steckdosen. Zudem stehen Reisendenlenker:innen an größeren Stationen bereit, um den Fahrgästen behilflich zu sein. All diese Maßnahmen zeigen, dass die DB InfraGO AG großen Wert auf die Zufriedenheit der Reisenden legt.
Die weiteren Arbeiten an Gleisen, Oberleitungsmasten, Bahndämmen, Bahnhöfen sowie Leit- und Sicherungstechnik werden bis zum Abschluss der Korridorsanierung am 10. Juli 2026 fortgeführt. Die kontinuierlichen Verbesserungen zeigen, dass die Bahnverbindung zwischen Nürnberg und Regensburg auf einem guten Weg ist, um den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden.
Die Entwicklung und Modernisierung der Bahninfrastruktur ist nicht nur für die Region wichtig, sondern trägt auch zur Attraktivität des Schienenverkehrs in ganz Bayern bei. Wenn alles nach Plan läuft, dürfen sich die Reisenden in naher Zukunft auf eine deutlich verbesserte Reiseerfahrung freuen.