Heute ist der 12.07.2026. Ich sitze hier in der wunderschönen Dreiflüsse-Stadt Passau und kann nicht anders, als an die interessante Sendung „Klingendes Österreich“ zu denken, die vor ein paar Jahren ausgestrahlt wurde. Es war 2012, und die 169. Ausgabe der Serie nahm uns mit auf eine Reise von Passau nach Neuhofen an der Ybbs. Der Moderator Sepp Forcher – ein echtes Urgestein der österreichischen Fernsehkultur – führte uns durch die malerischen Landschaften und die kulturellen Schätze, die diese Route zu bieten hat. Regisseur Kurt Liewehr hatte ein gutes Gespür dafür, die Schönheit dieser Region in Bildern festzuhalten.

Als die Kamera über die Donau, den Inn und die Ilz schwenkte, wurde schnell klar, dass Passau nicht nur ein geografischer Punkt ist, sondern ein lebendiges Stück Geschichte. Der Stephansdom, mit seiner imposanten Domorgel, gilt als die größte der Welt. In dieser Kirche ließ Domkapellmeister Gerhard Merkl die Töne erklingen, und es war einfach nur beeindruckend, dem Klang zu lauschen, während das Licht durch die bunten Fenster strömte. Man fühlte sich sofort in eine andere Zeit versetzt.

Besondere Orte entlang der Route

Die Reise führte uns weiter zur Erlebniswelt Granit in Plöcking. Hier wird der Granitstein, der seit dem Mittelalter aus den Steinbrüchen gewonnen wird, in all seinen Facetten präsentiert. Man kann die harte Arbeit der Steinmetze förmlich spüren, wenn man durch die Stände schlendert und die kunstvollen Stücke bewundert. Die Ausstellungen sind nicht nur informativ, sie haben auch einen ganz eigenen Charakter. Besonders, wenn man bedenkt, wie viele Generationen hier bereits ihr Handwerk ausgeübt haben.

Nicht weit entfernt steht das Zisterzienserstift Wilhering, das über 850 Jahre alt ist. Ein Ort voller Spiritualität und Geschichte, an dem man sich einfach verlieren kann. Ein kurzer Stopp hier lohnt sich allemal, um die Architektur und die ruhige Atmosphäre auf sich wirken zu lassen. Und dann gibt es da noch das Mostmuseum in St. Marienkirchen an der Polsenz, wo man alles über die Kunst der Mostherstellung erfährt – ein wahrer Genuss für alle, die ein bisschen mehr über die regionale Kultur erfahren möchten.

VeloCore Medium

Die Reise endet schließlich im malerischen Schloss Puchberg in Wels und der Wallfahrtsbasilika am Sonntagberg in Niederösterreich. Diese Orte sind nicht nur Ziele, sie sind auch Zeugen der bewegten Geschichte, die diese Region geprägt hat. Man kann sich leicht vorstellen, wie viele Pilger und Reisende hier schon Halt gemacht haben.

Ein unvergessliches Erlebnis

Ich erinnere mich noch an die Momente, als die Sendung ausgestrahlt wurde. Die Aufregung, die Neugierde auf die nächsten Stopps und die Liebe zur Region waren einfach greifbar. Die Landschaft, die Menschen – alles war irgendwie miteinander verwoben. „Klingendes Österreich“ hat es geschafft, die Seele dieser Reise einzufangen und sie in die Wohnzimmer der Zuschauer zu bringen. Es war mehr als nur eine Fernsehsendung; es war ein Aufruf, diese Schätze selbst zu entdecken und die Schönheit Österreichs zu erleben.

So sitze ich hier und schaue auf die Donau, die in der warmen Sonne glitzert, und kann nur sagen: Es gibt nichts Besseres, als sich von Orten wie diesen inspirieren zu lassen. Die Erinnerungen an diese Reise – sie werden immer bleiben, und vielleicht sind sie auch ein Anstoß, die Wanderschuhe zu schnüren und erneut auf Entdeckungstour zu gehen.

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