Heute ist der 28.05.2026 und wir werfen einen Blick auf einen ganz besonderen Ort im Ostallgäu: den Forggensee. Mit einer Fläche von beeindruckenden 15,2 Quadratkilometern ist er der größte künstlich angelegte Stausee in Deutschland. Hier, unweit von Füssen, der höchstgelegenen Stadt Bayerns, erstreckt sich der See wie ein glitzerndes Juwel in der Landschaft. Und wenn man Glück hat, kann man von dort auch einen Blick auf das berühmte Schloss Neuschwanstein erhaschen – eine Kombination, die nicht nur für Postkarten, sondern auch für echte Momente der Freude sorgt.

Der Forggensee ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel, er hat auch eine interessante Geschichte. Der Bau des Lechspeichers begann im Jahr 1950 und verwandelte sich schnell in die größte Baustelle Europas – mit bis zu 1000 Arbeitern, die Tag und Nacht schufteten. Die Flutung von 32 bewohnten Gebäuden und die Vertreibung von 256 Einwohnern warf damals natürlich einige kritische Fragen auf. Doch die Vision, die hinter diesem Bauwerk stand, war klar: Stromerzeugung und Hochwasserschutz für die Umgebung, insbesondere nach der Schneeschmelze. Das Kraftwerk Roßhaupten produziert jährlich etwa 150 Millionen Kilowattstunden Strom, genug um rund 130.000 Menschen zu versorgen.

Die Schönheiten des Forggensees

Die Lage des Forggensees ist einfach atemberaubend. Eingebettet in die Natur, umgeben von den sanften Hügeln des Allgäus, bietet der See auch zahlreiche Freizeitmöglichkeiten. Segeln, Surfen, Angeln oder einfach nur Baden – hier kommt jeder auf seine Kosten. Die beiden Fahrgastschiffe, die Rundfahrten anbieten, sind der Hit und ermöglichen es, den See aus einer anderen Perspektive zu genießen. Es gibt viele Badestellen, an denen man sich an heißen Sommertagen erfrischen kann. Im Winter 2024/2025 zeigte sich der Forggensee jedoch von einer anderen Seite – er war unerwartet gefüllt und bot einen ganz besonderen Anblick. Normalerweise ist er in den Wintermonaten oft leer, aber manchmal überrascht er seine Besucher.

Aktuell liegt der Wasserstand bei 780,58 Metern über Normalnull. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass der Forggensee in den Sommermonaten voll aufgestaut ist und erst im März seinen niedrigsten Wasserstand erreicht. Normalerweise ist er Ende Mai auf dem Höchststand. Die Auf- und Abstauung erfolgt über den Forggensee-Damm in Roßhaupten. Und wenn man sich überlegt, dass der Speicherraum 168 Millionen Kubikmeter beträgt, wird klar, dass hier eine Menge Wasser in Bewegung ist.

VeloCore Medium

Ein Ort voller Geschichten

Die naheliegenden Orte wie Schwangau, Halblech und Rieden am Forggensee tragen zur charmanten Atmosphäre bei. Man kann hier nicht nur die Natur genießen, sondern auch die bayerische Gastfreundschaft erleben. Es gibt viele urige Wirtshäuser, die traditionelle Speisen anbieten. Nach einem erlebnisreichen Tag am See kann man sich dort mit einem kühlen Bier und einer deftigen Brotzeit belohnen – das gehört einfach dazu!

Der Forggensee hat sich über die Jahre zu einem unverzichtbaren Teil der Region entwickelt. Die Kombination aus Natur, Geschichte und Freizeitmöglichkeiten sorgt dafür, dass immer wieder Menschen hierher kommen, um abzuschalten und die Seele baumeln zu lassen. Egal ob man mit Freunden, der Familie oder alleine unterwegs ist, jeder findet hier seinen Platz. Also, packt die Badesachen ein und macht euch auf den Weg zu einem der schönsten Plätze im Allgäu!