Natürliches Zusammenspiel: Wasserbüffel und Moorflächen im Fokus der Landschaftspflege im Oberallgäu
Heute ist der 11.06.2026, und während wir im Oberallgäu die frische Bergluft einatmen, gibt es viel Grund zur Freude. Der Landschaftspflegeverband Oberallgäu-Kempten schaut optimistisch auf die kommenden Jahre. Nach finanziellen Schwierigkeiten im Jahr 2025 sind neue Fördermittel in Sicht, die frischen Wind in die Projekte bringen. Ein ganz besonders spannendes Vorhaben ist der Einsatz von Wasserbüffeln am Bachtelweiher in Kempten, um den Schilfbewuchs durch natürliche Beweidung zurückzudrängen – eine harmonische Symbiose zwischen Mensch und Tier! Ach, wie schön ist das, wenn die Natur auf diese Weise unterstützt wird!
In der Mitgliederversammlung in Obermaiselstein wurde nicht nur über die neuen Projekte diskutiert, sondern auch die laufenden Maßnahmen standen auf der Agenda. Eine Zuwendung von 50.000 Euro aus der Fraktionsinitiative der Freien Wähler im Bayerischen Landtag sorgt dafür, dass die ökologische Aufwertung des Bachtelweihers weiter vorangetrieben werden kann. Im laufenden Jahr sind sogar 15.000 Euro für das Projekt eingeplant! Und das große Ziel? Die Wiederherstellung und Weiterentwicklung der wertvollen Streuwiesenflächen rund um den Bachtelweiher, die eine wichtige Rolle im regionalen Ökosystem spielen.
Ein Blick auf die Moorlandschaften
Die Moorböden im Dienstgebiet des AELF Kempten sind von erheblicher Bedeutung. Mit 8.965 Hektar Moorbodenfläche, was fast 10 % der landwirtschaftlichen Gesamtnutzfläche entspricht, sind sie nicht nur ein Rückzugsort für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten, sondern auch ein wichtiger Faktor im Klimaschutz. Wer hätte gedacht, dass das Anheben der Wasserstände auf diesen Flächen den Abbau des Torfkörpers stoppt und gleichzeitig CO2-Emissionen senkt? Das sind doch die kleinen Wunder der Natur! Aktuell werden über die Hälfte dieser Moorflächen als Dauergrünland bewirtschaftet, was das Potenzial für nachhaltige Nutzung deutlich zeigt.
Zwischen Kempten und Wildpoldsried erstrecken sich größere Moorflächen, die darauf warten, entdeckt und aufgewertet zu werden. Ob Paludikulturen, Feucht- und Nassgrünland oder sogar Moor-Photovoltaik – hier gibt es viele Ideen für innovative Nutzungen. Das Projekt „MoorWERT“ zeigt, wie wichtig Kooperationen mit Betrieben im Ober-, Ost- und Unterallgäu sind, um die Moorflächen nachhaltig zu bewirtschaften. Es wird vom Bundesministerium für Umwelt und Verbraucherschutz bis Dezember 2031 gefördert und stellt die Weichen für die Zukunft.
Feierlichkeiten zum Jubiläum
Ein weiterer Lichtblick ist das bevorstehende 30-jährige Bestehen des Landschaftspflegeverbandes, das am 13. Juni in Unterjoch mit einem bunten Programm gefeiert wird. Ansprachen, ein Weißwurstfrühstück und sogar Maschinenvorführungen stehen auf dem Plan. Besonders wird an Karl Tannheimer erinnert, der viele Jahre im Vorstand tätig war und im März verstorben ist. Ein Abschied, der auch zeigt, wie wichtig die Menschen hinter diesen Projekten sind. Es ist die Gemeinschaft, die zusammenkommt, um die Natur zu bewahren und gleichzeitig die Kultur und Traditionen der Region zu leben.
Die Landschaftspflege ist ein ständiger Prozess, der ständige Aufmerksamkeit erfordert. Die Maßnahmenkosten beliefen sich im vergangenen Jahr auf fast eine halbe Million Euro, wobei die Regierung von Schwaben bis zu 90 Prozent der Kosten fördert. Das zeigt, wie sehr die Region hinter diesen Projekten steht und bereit ist, in die Zukunft zu investieren. Die kommenden Jahre versprechen spannende Entwicklungen und hoffentlich noch viele weitere positive Überraschungen!
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