Das Kornhaus in Kempten war am Mittwochabend, dem 8. Juli 2026, ein Ort der Begegnung, des musikalischen Austauschs und der Feierlichkeiten. Hier fand das Abschlusskonzert der Instrumentalabteilung der Sing- und Musikschule Kempten statt, und es war eine Veranstaltung, die man nicht so schnell vergisst. Von 19:30 bis 21:30 Uhr boten talentierte Schülerinnen und Schüler eine beeindruckende Show, die die Vielfalt der musikalischen Ausbildung widerspiegelte. Der Eintritt? Frei, was die Türen für alle Musikbegeisterten öffnete.

Wie ein roter Faden zog sich die hohe musikalische Qualität durch die gesamte Veranstaltung. Eröffnet wurde das Konzert vom Jugendblasorchester unter der Leitung von Matthias Haslach. Danach folgten eine Vielzahl von Beiträgen, die von Solisten über Kammermusik-Ensembles bis hin zu großen Orchestern reichten. Anton Möller am Violoncello, begleitet von Annette Naumann am Klavier, war nur der Anfang. Ein Gesangsquartett bestehend aus Charlotte Fried, Anna Sophie Müller, Cora Maucher und Mira Fornell, die unter der Einstudierung von Michael Dreher auftraten, zauberte Gänsehaut. Die Atmosphäre war geprägt von Konzentration und Offenheit – ein ganz besonderer Mix.

Ein Fest der Talente

Das Streichquartett mit Miriam Lenz, Cora Maucher, Sarah Brack und Anton Möller, unter der Leitung von Doris Nocka, lieferte ebenfalls einen schönen Beitrag. Und das Saxofonquartett, geleitet von Zoltán Wagner, sorgte für mitreißende Rhythmen. Die Big Band, unter der Leitung von Tiny Schmauch, brachte den Abend zum Schwingen. Es war das erste Mal für viele der jungen Musikerinnen und Musiker, sich in einem so großen Rahmen zu präsentieren – das merkt man ihnen an!

Auch die Abschlussbeiträge waren ein wahrer Genuss. Das Gitarrenensemble mit Marlon Faber, Jannik Ottmann, Alya Sahin, Zoe Schimitzek und Isabella Schneppe, die von Michael Tartler eingestudiert wurden, boten ein tolles Finale. Das Celloquartett mit Nathan Lindenfelser, Anton Möller, Josef Epple und Katharina Konold, sowie das Klarinettentrio unter der Anleitung von Hans-Peter Willer, waren der krönende Abschluss. Den Höhepunkt bildete das Jugendsinfonieorchester unter der Leitung von Michael Dreher, das den ersten Satz des Violinkonzerts in g-Moll von Max Bruch – mit Cora Maucher als Solistin – und den Slawischen Tanz Nr. 4 von Antonín Dvořák aufführte. Das Publikum war begeistert und belohnte die Darbietungen mit lang anhaltendem Beifall.

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Ein Abschied mit Wertschätzung

Eine besondere Note erhielt das Konzert durch die Verabschiedung der Lehrkräfte Veronika Hümpfer und Roland Wankmüller. Stellvertretender Schulleiter Axel Maucher sprach Dankesworte, die aus tiefstem Herzen kamen und die Wertschätzung für die geleistete Arbeit der Pädagoginnen und Pädagogen zum Ausdruck brachten. Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie viel Engagement in der musikalischen Bildungsarbeit steckt und wie viele Talente hier gefördert werden.

Das Kornhaus in Kempten mit seiner klaren Architektur und hervorragenden Akustik stellte dabei den perfekten Rahmen dar. Die bunten Beiträge und der dynamische Ablauf, der durch kurze Umbaupausen unterbrochen wurde, trugen zur Lebendigkeit der Veranstaltung bei. Es war kein klassisches Konzert mit starrer Dramaturgie, sondern ein Fest der Musik, das alle Anwesenden in seinen Bann zog. Eine gelungene Veranstaltung, die nicht nur die Talente der Schüler ins Rampenlicht stellte, sondern auch die große Bedeutung der musikalischen Ausbildung im städtischen Alltag unterstrich. Und so ging ein weiteres Schuljahr mit einem ruhigen, konzentrierten Schlusspunkt zu Ende – ein Moment, der alle berührte.

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