Am 20. Juli 2026 war die Stimmung in der Internationalen Kolping-Pflegeschule in Kempten einfach grandios. Der vierte Abschlussjahrgang der generalistischen Pflegeausbildung wurde feierlich verabschiedet. Insgesamt 18 Absolventinnen und Absolventen hielten stolz ihre Abschlusszeugnisse in den Händen, umringt von rund 140 Gästen – da waren nicht nur Angehörige, sondern auch Vertreter aus Politik und Gesellschaft sowie Lehrpersonen. Ein bunter Mix, der die Vielfalt der Schule widerspiegelt.

Die Absolventen kamen aus zwölf verschiedenen Nationen, was die internationale Ausrichtung der Schule mehr als deutlich macht. Gerhard Frey, der stellvertretende Landrat des Landkreises Oberallgäu, war ebenfalls vor Ort und hielt ein bewegendes Grußwort. Er würdigte die Leistungen der jungen Fachkräfte, die sich in den letzten drei Jahren so intensiv auf ihre Aufgabe vorbereitet haben. Kemptens Dritte Bürgermeisterin, Erna-Kathrein Groll, ließ es sich nicht nehmen, den Absolventen persönlich zu gratulieren und hob die Herausforderungen hervor, die sie gemeistert haben.

Ein Zeugnis der Herzlichkeit

Die Klassensprecher fassten den Moment gut zusammen: Das Zeugnis sei der Lohn für drei intensive Jahre. Herzlichkeit – das war ein wiederkehrendes Thema. Schulleiterin Monika Matje dankte den Absolventen für ihr Durchhaltevermögen und ihren unermüdlichen Einsatz. Geschäftsführer Björn Panne ließ ebenfalls durchblicken, wie außergewöhnlich der Weg der Schülerinnen und Schüler war. Es ist schon bemerkenswert: Seit der Gründung der Pflegeschule im Schuljahr 2019/20 haben bereits 83 Auszubildende aus über 25 Nationen ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Viele von ihnen sind inzwischen in verschiedenen Pflegeeinrichtungen der Region tätig.

Die Schule selbst hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Sie wird im Frühjahr 2026 zweizügig, und für den neuen Ausbildungsjahrgang im September stehen bereits 27 weitere Auszubildende bereit. Für alle, die sich für die Pflegeberufe interessieren, bietet die Internationale Berufsfachschule in Kempten nicht nur eine fundierte Ausbildung, sondern auch eine wertvolle Chance, sich persönlich weiterzuentwickeln.

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Werte und Gemeinschaft

In der Schule wird nicht nur auf das Fachliche Wert gelegt. Die zentralen Werte sind Anerkennung und Respektierung der Individualität und Diversität. Hier wird mit Humor und Freude gelehrt. Die enge Zusammenarbeit zwischen Schulleitung, Lehrpersonal und Auszubildenden sorgt für eine familiäre Atmosphäre. Kurze Wege und unkomplizierte Kommunikationsstrukturen machen den Alltag einfach. Das Prinzip der offenen und wertschätzenden Kommunikation ist hier nicht nur ein leeres Wort, sondern gelebte Praxis.

Ein wichtiger Aspekt der Ausbildung ist die umfassende Betreuung. Zwei Kümmerer stehen den Schülern zur Seite und helfen bei Alltagsangelegenheiten. Das ist besonders wertvoll – nicht nur für die Ausbildung, sondern auch für die persönliche Entwicklung. Ein Zitat einer Schülerin bringt es auf den Punkt: „Diese Ausbildung ist eine Lebenslektion.“ Es ist mehr als nur ein Beruf, es ist ein Weg, der einen ganz neuen Horizont eröffnet.

Die generalistische Ausbildung bietet Einblicke in verschiedene Einsatzorte und Fachbereiche. Die Azubis lernen nicht nur voneinander, sondern auch mit- und füreinander. Diese Vielfalt bereichert das Lernen ungemein. Und ganz ehrlich, in einer Zeit, wo Pflegekräfte mehr denn je gebraucht werden, ist die Entscheidung für eine Ausbildung in diesem Bereich ein echter Gewinn für die Gesellschaft.

Die Absolventen haben jetzt nicht nur eine fundierte Ausbildung in der Tasche, sondern auch die Möglichkeit, sich in verschiedenen Fachrichtungen weiterzuentwickeln. Die Aussicht auf eine krisensichere und zukunftsfähige Karriere ist nicht zu verachten – und das mit der Gewissheit, etwas Sinnstiftendes zu tun. Ja, die Pflege ist ein erfüllender Beruf, und die Absolventen der Kolping-Pflegeschule sind bereit, mit Herz und Verstand in die Zukunft zu starten.

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