Heute ist der 23.04.2026 und die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 steht vor der Tür. Doch in Nürnberg gibt es keine Pläne für ein Public Viewing. Dies hat das Stadtverwaltungsbüro in einer aktuellen Mitteilung bestätigt. Markus Mende, Sprecher der Eventagentur werk :b, erklärte, dass die Absage auf mehrere Faktoren zurückzuführen ist.
Ein entscheidender Grund sind die fehlenden finanziellen Mittel und Sponsoren, die für ein solches Event notwendig wären. Zudem gibt es hohe organisatorische Hürden zu überwinden, die in der Planung solcher Großveranstaltungen oft nicht zu unterschätzen sind. Auch die genutzte Fläche am Nürnberger Flughafen, die als Standort für ein Public Viewing in Betracht gezogen wurde, bleibt bis Anfang Juli blockiert. Die langen Turnierzeiten bringen zudem hohe Kosten- und Materialaufwände mit sich, die eine Veranstaltung unrentabel machen könnten.
Geringe Zuschauerfreundlichkeit und alternative Angebote
Ein weiteres Argument gegen ein Public Viewing sind die Anstoßzeiten der Spiele. Von den maximal acht möglichen Spielen der deutschen Nationalmannschaft haben nur vier eine besucherfreundliche Zeit. Das schränkt die Möglichkeit ein, eine große Menschenmenge zusammenzubringen und gemeinsam die Spiele zu verfolgen.
<pTrotz der Absage gibt es in Nürnberg einige Lichtblicke. In der "Sommerinsel Schütt" sollen immerhin einige Spiele übertragen werden. Zudem planen zahlreiche Kneipen und Biergärten, ihre Türen zu öffnen und die Spiele zu zeigen. Für Fußballfans gibt es also zumindest in kleinerem Rahmen die Möglichkeit, die WM zu verfolgen. Die Stadt selbst hat jedoch klargestellt, dass kein offizielles Public Viewing oder Rahmenprogramm zur WM organisiert wird. Robert Pollack, Abteilungsleiter des Ordnungsamts, betont, dass dies keine kommunale Aufgabe sei.
Ein Kraftakt für das Viertelfinale?
Es bleibt abzuwarten, ob sich die Situation bis zum Viertelfinale ändert. Die Möglichkeit, ein Event zu organisieren, wird nicht ausgeschlossen, jedoch wurde dies als „Kraftakt“ beschrieben. Das lässt die Frage aufkommen, ob die Verantwortlichen bereit sind, diesen Aufwand zu stemmen, wenn es möglicherweise an der nötigen Unterstützung mangelt.
In der Vergangenheit hat Nürnberg nur während der WM 2006 Public Viewings veranstaltet, was die Stadt in der fußballbegeisterten Region zu einem besonderen Ort machte. Aktuell liegen jedoch keine Anträge anderer Veranstalter vor, die möglicherweise ein alternatives Public Viewing auf die Beine stellen könnten.
Fußballfans in Nürnberg müssen sich also auf kreative Lösungen und kleinere Feiern in der Gastronomie einstellen. Das große Public Viewing, auf das viele gehofft hatten, wird es dieses Mal nicht geben. So bleibt nur zu hoffen, dass die Stimmung in den Biergärten und Kneipen die Begeisterung für die WM dennoch spürbar macht.