Abschied von Moorenbrunn: Ein Kapitel endet, doch die Siemens-Geschichte geht weiter
Heute ist der 26.05.2026. Ein Tag, der für viele in Nürnberg und Umgebung mit gemischten Gefühlen verbunden ist. Die Siemens-Zentrale in Nürnberg-Moorenbrunn, ein vertrauter Ort für viele, schließt ihre Tore nach über 40 Jahren. Seit 1985 war die Nürnberger Siemens Digital Industries ein Teil des Lebens – für die Mitarbeiter, die dort ihre berufliche Heimat gefunden haben, für die Stadt und die Region. Doch nun ist es vorbei. Ein Kapitel wird beendet.
Das Gebäude in Moorenbrunn gehört seit 2016 nicht mehr Siemens, sondern der VGP Group. Der Mietvertrag läuft noch bis 2026, was das endgültige Aus für die traditionsreiche Siemens-Niederlassung markiert. Die Mitarbeiter wurden bereits über die Umstrukturierung informiert: Rund 2000 Beschäftigte sind betroffen. 1600 von ihnen ziehen an den neuen Siemens-Campus in Erlangen, 400 müssen nach Fürth umziehen. So viele Veränderungen auf einmal – das kann ganz schön überwältigend sein!
Der große Umzug
Im Rahmen einer umfassenden Umstrukturierung wird Siemens bis zum Sommer 2026 etwa 4000 Mitarbeiter an andere Standorte verlagern. Das klingt nach einem riesigen Umzug, und das ist es auch! So wird der Siemens-Campus in Erlangen, der moderne und nachhaltige Arbeitsplätze bieten soll, die neue Zentrale für die meisten Nürnberger Mitarbeiter. Am Ende werden dort über 20.000 Menschen arbeiten. Kommt man da überhaupt noch durch die Türen? Oder wird es eine Art Siemens-Stadt?
Die offizielle Abschiedsfeier für die Mitarbeiter in Nürnberg-Moorenbrunn fand bereits im Mai statt. Es war ein emotionaler Abschied, der viele Erinnerungen weckte. Siemens hat in den letzten Jahren massiv in Erlangen investiert – 2023 wurden beeindruckende 500 Millionen Euro für den Ausbau angekündigt. Das lässt darauf hoffen, dass die neuen Arbeitsplätze nicht nur funktional, sondern auch ansprechend gestaltet werden. Wer wollte nicht in einem modernen Büro mit Blick auf die Stadt arbeiten?
Die Zukunft von Moorenbrunn
Was mit dem ehemaligen Siemens-Gebäude in Moorenbrunn nach der Schließung passiert, bleibt ungewiss. Die VGP Group hat auf Anfragen bisher nicht reagiert. Vielleicht wird es umgebaut oder für andere Zwecke genutzt? Die Zukunft ist oft ungewiss, und in diesem Fall ist das besonders spürbar. Ein Abschied ist immer auch ein Neuanfang, und die Frage, was sich dort entwickeln könnte, schwebt in der Luft.
Ein Punkt, der den Mitarbeitern wichtig ist: Es gibt keinen Stellenabbau. Das ist eine positive Nachricht in einer Zeit voller Veränderungen. Die Mitarbeiter dürfen sich also darauf verlassen, dass sie auch in Zukunft eine Anstellung bei Siemens haben – nur eben an einem anderen Ort. Es wird spannend zu sehen, wie sich die neue Zentrale von Erlangen entwickeln wird und welche Möglichkeiten sich daraus ergeben.
Die Schließung des Standorts Nürnberg-Moorenbrunn ist nicht nur ein lokales Ereignis, sondern Teil einer größeren Transformation im Unternehmen Siemens. Die Mitarbeiter, die in den kommenden Jahren umziehen, tragen die Geschichte und die Werte mit sich, die Siemens über die Jahrzehnte geprägt haben. Und während sich die Räumlichkeiten ändern, bleibt die Leidenschaft der Menschen für ihre Arbeit bestehen. Auf die nächsten 40 Jahre!
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