Ein neuer Anfang für Erich Winkler: Vom Bürgermeister zum Mitgestalter im Landratsamt
Heute ist der 16.06.2026 und wir blicken auf ein bewegtes Jahr für die Gemeinde Nersingen zurück. Am 30. April wurde Erich Winkler nach 22 Jahren als Bürgermeister verabschiedet. Ein Abschied, der nicht nur in der Gemeinde, sondern auch in seinem Herzen nachhallt. „Ich hab das ja nicht zum ersten Mal gemacht“, sagt er, „aber es ist schon eine andere Hausnummer als die Arbeit im Landratsamt!“ Nach seiner emotionalen Verabschiedung machte sich Winkler mit dem Wohnmobil auf und gönnte sich eine Auszeit, bevor er sich wieder ins politische Geschehen stürzt.
Seit Ende Mai ist er nun wieder im Landratsamt tätig. Die Amtsinhaberin Eva Treu, die früher als erwartet in die Babypause ging und ihren dritten Sohn das Licht der Welt schenkte, ließ Winkler die Geschäfte während ihrer Abwesenheit führen. „Wir arbeiten in enger Abstimmung zusammen“, erzählt er. Dabei versucht er, das Alltagsgeschäft von Treu fernzuhalten, um ihr die Rückkehr zu erleichtern. Die Geburt kam für alle überraschend und verkürzte Winklers Vorbereitungszeit, die er sich ursprünglich für die neuen Herausforderungen im Landratsamt eingeplant hatte.
Eingewöhnung im Landratsamt
Der Wechsel vom Bürgermeisteramt zum Landratsamt ist für Winkler ein Schritt in eine andere Welt. „Es gibt da einige Unterschiede, vor allem den politischen Fokus“, beschreibt er. Die Terminplanung war anfangs eine echte Herausforderung. Wo muss ich selbst hin, wo kann ich einen Vertreter schicken? Überall erfordert es Zeit am Schreibtisch für Verträge, Ernennungen und andere Unterlagen. „Manchmal fühlt man sich wie der Hauptdarsteller in einem Theaterstück, das nie endet“, schmunzelt er.
In der ersten Woche nach Pfingsten stieg Winkler in seine neuen Aufgaben ein. Mit Treu tauscht er sich vor allem über richtungsweisende Themen, wie die Zukunft der Kliniken, aus. „Ich kümmere mich um das Tagesgeschäft – und das ist ganz schön viel“, sagt er. Es ist klar, dass seine Rolle nicht nur die eines Vertreters ist, sondern auch die eines aktiven Mitgestalters. Winkler beschreibt Treu als sehr engagiert, betont jedoch, dass es wichtig ist, sie im Mutterschutz nicht zu überfordern.
Ein Abschied mit Wehmut
Der Abschied als Bürgermeister hat Winkler emotional getroffen. „Ich fühlte Wehmut, aber ich glaube, die Entscheidung war richtig“, sinniert er. Nach all den Jahren, in denen er für Nersingen viel erreicht hat, ist es nicht leicht, die Verantwortung abzugeben. „Ich glaube, ich werde das erst im Herbst wirklich verarbeiten.“ Die Rückkehr von Eva Treu ist für September geplant, und Winkler ist gespannt auf die neuen Herausforderungen, die dann auf ihn warten.
Die Gemeinde Nersingen kann sich glücklich schätzen, so engagierte Politiker zu haben, die bereit sind, sich für das Wohl der Bürger einzusetzen. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich die Zusammenarbeit zwischen Winkler und Treu entwickeln wird und welche neuen Impulse sie gemeinsam setzen können. Die Vorfreude auf das, was da kommt, ist spürbar – sowohl bei den Bürgern als auch bei den beiden Verantwortlichen selbst.
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