Heute ist der 2.06.2026 und in Neu-Ulm, wo die Donau gemächlich fließt, gibt es einen besonderen Grund zum Feiern! Johann Wiedemann, ein ganz bemerkenswerter Mensch, hat kürzlich seinen 100. Geburtstag gefeiert. Kaum zu glauben, oder? Wenn man ihm gegenübersteht, merkt man gar nicht, wie die Zeit verflogen ist. Und doch, er hat ein ganzes Jahrhundert voller Geschichten und Erlebnisse hinter sich.

Geboren am 28. Mai 1926 in Augsburg, wuchs Johann als eines von fünf Kindern auf. Seine Kindheit war nicht leicht, denn schon früh musste er den Verlust seiner Mutter verkraften. Mit nur zehn Jahren fand er sich im Knabenseminar in Dillingen wieder, ein Schritt, der seinen Lebensweg maßgeblich prägte. Doch dann kam der Zweite Weltkrieg – mit 17 Jahren wurde er eingezogen. Als Feldjäger und Funker an der Ostfront erlebte er die Schrecken des Krieges hautnah. Die Erinnerungen daran sind wohl in seinem Herzen tief verankert, besonders der Tag, als sein Elternhaus bei einem Bombenangriff zerstört wurde und eine seiner Schwestern verschüttet wurde. Auf seinem Heimaturlaub half er sogar, eine Brandbombe am Augsburger Dom zu löschen. Was für eine heldenhafte Tat!

Ein Leben im Dienst der Menschen

Nach dem Krieg setzte Johann seine Schullaufbahn fort und machte das Abitur am Gymnasium in Dillingen. Sein Weg führte ihn ins Priesterseminar, wo er Philosophie und Theologie studierte. Die Weihe zum Priester im Mai 1953 war ein weiterer Schritt auf seiner Reise. Zunächst als Kaplan in Manching und später in Kimratshofen tätig, entdeckte er bald seine Leidenschaft für den Unterricht. Als Religionslehrer an der Berufsschule in Kempten glänzte er über viele Jahre. 1964 entschied er sich, vollständig in die Lehrerlaufbahn zu wechseln und lehrte mehr als zwei Jahrzehnte lang in Neu-Ulm. Wahrscheinlich hat er dabei nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Herzen berührt.

Selbst im Ruhestand, den er 1987 als Studiendirektor antrat, blieb er der Kirche treu. Bis ins hohe Alter von 97 Jahren übernahm er Urlaubsvertretungen für andere Priester. Freunde und Bekannte beschreiben ihn als einen bescheidenen und gütigen Menschen, und das, obwohl er so viel erlebt hat. Seit 1967 lebt er in seinem Eigenheim im Stadtteil Ludwigsfeld, wo er regelmäßig Besuch von Freunden und Wegbegleitern erhält. Es ist schön zu sehen, wie wichtig die Gemeinschaft für ihn ist!

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Ein Fest der Herzen

Der zweite Bürgermeister von Neu-Ulm, Johannes Stingl, ließ es sich nicht nehmen, Johann persönlich zu gratulieren und ihm Geschenke sowie die Glückwünsche der Stadt zu überbringen. Solche Gesten sind das Salz in der Suppe des Lebens, oder? Man spürt, wie sehr Johann in der Gemeinschaft geschätzt wird. An seinem Geburtstag dürften die Erinnerungen an all die schönen Momente, die er mit seinen Lieben geteilt hat, in den Vordergrund gerückt sein. Vielleicht hat er sogar die ein oder andere Anekdote aus seinem langen Leben zum Besten gegeben – Geschichten, die das Leben schrieb und die im Gedächtnis bleiben.

Johann Wiedemann ist mehr als nur ein Name – er ist ein lebendiges Stück Geschichte, das uns zeigt, wie wertvoll die kleinen Dinge im Leben sind. Ein Jahrhundert voller Erfahrungen, Höhen und Tiefen, aber vor allem voller Menschlichkeit. Wir dürfen gespannt sein, was er uns noch zu erzählen hat und wie viele weitere Jahre er uns mit seinem Lächeln und seiner Güte erfreuen wird!