Heute ist der 24.06.2026 und die Nachrichten rund um den TSV 1860 München überschlagen sich förmlich. Der Traditionsverein hat Insolvenz anmelden müssen, nachdem der Einspruch gegen den Zwangsabstieg beim DFB-Bundesgericht gescheitert ist. Geschäftsführer Manfred Paula hat am 24. Juni die Anmeldung beim zuständigen Gericht eingereicht, ein Schritt, der die Fans in Bayern erschüttert hat.

Der DFB hat dem Verein die Drittligalizenz entzogen, was den Zwangsabstieg in die Regionalliga Bayern zur Folge hatte. In den vergangenen Wochen war bereits viel über die finanziellen Probleme des Vereins spekuliert worden, doch jetzt sind sie offiziell bestätigt. Mit einem Fehlbetrag von über 2,7 Millionen Euro konnte die Lizenz nicht gehalten werden, und die Gesamtproblematik beläuft sich auf rund sieben Millionen Euro, die nötig wären, um die Insolvenz abzuwenden.

Die Rolle von Hasan Ismaik

Investor Hasan Ismaik hat in dieser turbulenten Zeit seinen Kooperationsvertrag mit dem e. V. gekündigt und verweigert jegliche weitere finanzielle Unterstützung. Vereinspräsident Gernot Mang bezeichnete diese Kündigung als unrechtmäßig und stützt sich dabei auf gleich drei Rechtsgutachten. Ein weiteres Problem ist, dass Ismaik Bedingungen für eine mögliche Zahlung zur Abwendung der Insolvenz gestellt hat, die vom Verein jedoch abgelehnt wurden. Man kann sich vorstellen, wie es den Fans gehen muss, die in diesen Zeiten um die Zukunft ihres geliebten Vereins bangen.

Die Mitglieder des Vereins haben sich in einer Versammlung mit überwältigender Mehrheit – 1017 Ja- gegen 6 Nein-Stimmen – für die Gründung einer neuen Spielbetriebs-GmbH unter dem e.V. ausgesprochen. Diese Entscheidung könnte ein Lichtblick sein, aber die finanziellen Herausforderungen sind enorm. Ein Antrag auf Verlegung des ersten Spieltags der Regionalliga Bayern wurde ebenfalls beim BFV eingereicht, um den Verein etwas Zeit zu verschaffen.

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Die Suche nach Lösungen

Inzwischen hat der Insolvenzverwalter die Kontrolle über die KGaA übernommen und steht vor der schwierigen Aufgabe, sieben Millionen Euro aufzutreiben. Gerüchte besagen, dass prominente Investoren wie Thomas Hitzlsperger und Jens Lehmann Interesse zeigen, doch die Frage bleibt, ob sie ohne Spielrecht in die KGaA investieren wollen. Es könnte ein Wettlauf gegen die Zeit werden, denn die Frist für eine Einigung, die am 23. Juni ablief, verlief ohne Ergebnis.

Die finanzielle Situation des Vereins könnte bis zu vier Millionen Euro an fehlenden Dauerkarten-Geldern betragen. Das alles geschieht unter dem wachsamen Auge der Fans, die um Solidarität und Zusammenhalt bitten. Auf der Homepage des TSV 1860 München e.V. wird um Spenden gebeten, ein Zeichen der Hoffnung in einer Zeit, in der die sportliche Zukunft des Vereins auf der Kippe steht.

Wie es weitergeht, bleibt abzuwarten. Der Verein muss sich jetzt zusammenraufen und einen Weg finden, um aus diesem Schlamassel herauszukommen. Die Emotionen gehen hoch, die Fans sind aufgebracht, und es ist klar: Die nächsten Schritte müssen gut durchdacht sein, um den TSV 1860 München in ruhigere Gewässer zu steuern. Die Geschichte des Vereins ist noch lange nicht zu Ende – sie könnte gerade erst richtig spannend werden.

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