Der Schatten des Vertrauens: Der Fall Coach Ben und die Dunkelheit im bayerischen Fußball
Heute ist der 7.07.2026, und wir müssen über ein Thema berichten, das die Fußballgemeinschaft in Bayern in Aufruhr versetzt hat. Es geht um einen Mann, der in der oberbayerischen Fußball-Szene einen Namen hatte: „Coach Ben“. Der 43-Jährige, zuletzt wohnhaft im Einzugsgebiet von Bad Tölz/Wolfratshausen, steht im Mittelpunkt eines Ermittlungsverfahrens wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern, das bereits im Oktober 2024 angestoßen wurde. Mittlerweile sitzt er seit Dezember 2025 in Untersuchungshaft.
Die Vorwürfe sind gravierend. Fünf Fälle von Missbrauch, die erste Tat soll bereits im Jahr 2009 stattgefunden haben, werden ihm zur Last gelegt. Alle Opfer waren männlich und zu den Zeitpunkten der Taten zwischen 8 und 16 Jahren alt. Die Polizei hat bereits über 70 Personen kontaktiert, um mögliche weitere Geschädigte oder Zeugen zu finden. Die Ermittlungen wurden durch eine Anzeige eines mittlerweile 21-Jährigen ausgelöst, der einen Vorfall aus dem Jahr 2014 zur Anzeige brachte. Es wird vermutet, dass noch viele weitere Opfer existieren, die sich nicht gemeldet haben.
Intensiver Kontakt zu Minderjährigen
„Coach Ben“ war nicht nur Trainer, er hatte auch intensiven Kontakt zu seinen jungen Spielern – und das oft außerhalb des Sports. Bei vielen Fußballvereinen in München und Umgebung sowie bei nationalen und internationalen Fußball-Camps war er tätig. Es geht um Missbrauch, der ohne körperliche Gewalt stattfand und auf einem Vertrauensverhältnis basierte. Das macht die Sache umso schockierender und lässt einen mit einem mulmigen Gefühl zurück.
Die Ermittler sind auf der Suche nach weiteren Betroffenen und rufen dazu auf, sich mit dem Kommissariat 17 in Verbindung zu setzen. Ein spezielles E-Mail-Postfach wurde eingerichtet, um den Betroffenen die Kontaktaufnahme zu erleichtern. Es ist erschreckend, wie lange dieser Mann anscheinend ungestört agieren konnte, da die Ermittlungen bis ins Jahr 2005 zurückreichen, als er seine Karriere als Trainer begann.
Ein Schatten über dem Fußball
Die Fußballgemeinschaft ist erschüttert. Die Vereine und Eltern stehen vor der Herausforderung, das Vertrauen in die Sportler und deren Trainer zu bewahren. Es ist kaum vorstellbar, dass jemand, der in der Öffentlichkeit als Vorbild angesehen wird, solche Taten begehen kann. Die Dunkelziffer der Opfer könnte hoch sein, und das ist, ehrlich gesagt, einfach nur abscheulich. Es ist an der Zeit, dass wir als Gesellschaft aufpassen und dafür sorgen, dass solche Vorfälle nicht mehr vorkommen.
In einer Zeit, in der wir so viel über Gewalt und Missbrauch sprechen, ist es wichtig, dass wir die Stimmen der Betroffenen hören und sie unterstützen. „Coach Ben“ ist nicht nur ein Fall unter vielen, sondern ein Aufruf zur Wachsamkeit und dazu, die Augen nicht vor der Realität zu verschließen. Der Fußball, der uns Freude und Gemeinschaft bringt, steht nun im Schatten dieser Vorwürfe, und die Frage bleibt: Wie viele andere „Coaches“ gibt es, die im Verborgenen agieren?
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