In den vergangenen Tagen hat sich die Lage in der Region Mühldorf zugespitzt. Am 28. April 2026 kam es in Flossing zu einem kleinen Waldbrand, der eine Fläche von etwa 100 Quadratmetern betraf. Die Ursache dafür ist bisher unbekannt. Angesichts der anhaltenden Trockenheit warnt Kreisbrandrat Julian Liebermann eindringlich vor der Waldbrandgefahr in der Region. Diese wird vom Deutschen Wetterdienst (DWD) mit einer Gefahrenstufe von 3 bis 4, also mittlerer bis hoher Gefahr, eingestuft. Innsalzach24 berichtet, dass vor allem die allgemeine Bevölkerung eine große Verantwortung trägt.

Leider hat die Natur in diesem Jahr das Herbstlaub noch nicht vollständig verarbeitet, was das Brandrisiko weiter erhöht. Aufgrund dieser Umstände ist es umso wichtiger, die Verhaltensregeln im Wald strikt zu beherzigen. Das bedeutet: Kein Feuer im Freien, absolutes Rauchverbot und Grillen nur an dafür vorgesehenen Plätzen und mit der Gewissheit, dass das Feuer gelöscht ist. Auch Müll, insbesondere Glasflaschen und chemische Abfälle, sollte dringend vermieden werden. Fahrzeuge dürfen nicht auf leicht entzündbarem Untergrund parken, und die Zufahrten zu Wäldern müssen freigehalten werden.

Hohe Warnstufen und Luftüberwachung

Die Situation ist nicht nur in Mühldorf angespannt. BR informiert, dass die Waldbrandgefahr in Bayern insgesamt steigt. Insbesondere in Lohr am Main wurde für Donnerstag die Warnstufe 5 (sehr hohe Gefahr) ausgerufen, während in vielen anderen Orten, darunter auch Röllbach und Kitzingen, Warnstufe 4 gilt. Die Bezirksregierung Oberfranken plant Luftbeobachtungen, um mögliche Brandherde frühzeitig zu identifizieren.

Besonders alarmierend: In den letzten Tagen gab es auch in anderen Teilen Bayerns Waldbrände. Ein Brand im Stadtgebiet Ansbach – mit einer Fläche von 300 x 400 Metern – konnte ebenso wenig aufgeklärt werden wie ein weiteres Feuer im Ortenburger Ortsteil Kühhügl, das etwa die Größe eines Fußballfeldes hatte. Die Polizei ermittelte in beiden Fällen, während es zudem ein generelles Verbot für offenes Feuer in Lohr am Main gibt, einschließlich Grablichtern.

Appell an die Bevölkerung

Die Experten appellieren eindringlich an die Bevölkerung, vorsichtig und verantwortungsbewusst zu handeln. Das Landratsamt Mühldorf hat ein Luftbeobachtungsteam in den Einsatz geschickt, das seit dem 29. April aktiv Brandherde überwacht. Das Team besteht aus einem Piloten und einer erfahrenen Person zur Brandbeobachtung. Zusätzlich kommen Drohnen zum Einsatz, um aus der Luft einen besseren Überblick zu gewinnen.

Das lokale Landratsamt arbeitet nicht nur an einem umfassenden Waldbrandkonzept, sondern überprüft auch regelmäßig den Alarmplan zur Waldbrandbekämpfung. In den vergangenen Jahren wurden bereits zahlreiche Feuerwehr- und Katastrophenschutzübungen durchgeführt, um in Krisensituationen gerüstet zu sein. Doch ohne die Mithilfe der Bevölkerung wird es schwierig sein, mögliche Brandkatastrophen zu verhindern.

Die Bäume brauchen unsere Unterstützung – daher: Hände weg vom Feuer, und halten Sie die Natur sauber! Nur gemeinsam können wir unsere Wälder schützen.