E-Scooter-Unfälle und Verkehrssicherheit in Mühldorf: Ein besorgniserregender Trend
Es war am Montagabend, den 26. Oktober 2026, als sich in Mühldorf am Inn ein bedauerlicher Verkehrsunfall ereignete. Um 19:25 Uhr, auf der Inneren Neumarkter Straße, wollte ein 54-jähriger Autofahrer aus einem Grundstück auf den Bahnhoffußweg fahren. Zunächst hielt er an, um einem entgegenkommenden Fahrzeug Platz zu machen. Doch beim Rückwärtsfahren kam es zur Kollision mit einer 17-jährigen Jugendlichen, die auf ihrem E-Scooter auf dem Gehweg unterwegs war.
Der Aufprall war heftig. Die junge Frau wurde über die Motorhaube geschleudert und fiel unglücklich zu Boden. Dabei zog sie sich leichte Verletzungen am Arm, an der Schulter, im Gesicht und am Fuß zu. Sofort wurde sie zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Glücklicherweise entstand am Auto des Fahrers nur geringer Sachschaden. Die Polizeiinspektion Mühldorf ermittelt nun wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung.
Weitere Vorfälle in der Region
Die Straßen in und um Mühldorf sind zurzeit offenbar ein gefährlicher Ort für E-Scooter-Fahrer. Am Dienstagmittag kam es in Ampfing zu einem weiteren Vorfall, als ein 14-jähriger Junge in einer Bahnunterführung aus ungeklärter Ursache die Kontrolle über seinen E-Scooter verlor. Er streifte die Tunnelwand und stürzte, glücklicherweise blieb er nur leicht verletzt und wurde ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht.
Ein weiteres Beispiel für die prekäre Situation auf den Straßen fand in Mühldorf statt, wo die Autobahnpolizei am Dienstag zwei zehnjährige Mädchen auf einem E-Scooter kontrollierte. Die beiden hatten es anscheinend lustig gefunden, gemeinsam auf einem Scooter zu fahren. Die Beamten sahen das jedoch anders und untersagten die Weiterfahrt. Ein Elternteil wurde informiert – man fragt sich, wie oft solche Fälle noch passieren müssen, bevor das Thema E-Scooter ernsthaft angegangen wird.
Unfälle und Vandalismus auf der A94
Die A94 bei Obertaufkirchen war auch nicht verschont geblieben. In der Nacht auf Donnerstag gegen 00:40 Uhr verlor ein 48-jähriger Kleintransporterfahrer aus der Schweiz vermutlich wegen eines Reifenplatzers die Kontrolle über sein Fahrzeug. Es kam zu einem spektakulären Unfall, bei dem der Transporter gegen mehrere Warnbaken prallte und gegen die Betongleitwand schleuderte. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, aber der Sachschaden beläuft sich auf etwa 13.500 Euro. Die Autobahnpolizei Mühldorf übernahm die Unfallaufnahme und sorgte dafür, dass alles schnell wieder in geordnete Bahnen gelenkt wurde.
Und als ob die Geschehnisse auf den Straßen nicht schon genug wären, wurde an der Anschlussstelle Altötting an der A94 auch noch Kupfer im Wert von rund 500 Euro aus einem Pumpenhaus gestohlen. Unbekannte Täter hatten ganze Arbeit geleistet und Beweismittel wurden gesichert. Die Ermittlungen laufen.
Die letzten Tage haben gezeigt, dass sowohl Unfälle als auch Vandalismus die Region Mühldorf und Umgebung stark beschäftigen. Man fragt sich, wie lange die Verkehrssicherheit auf diesen Straßen noch gewährleistet werden kann und ob die Behörden genug tun, um die Situation zu verbessern.
