Kastl gewinnt Online-Voting und erhält Wasserstoffzug für nachhaltige Mobilität ab 2027
In der beschaulichen Gemeinde Kastl im Landkreis Altötting gab es kürzlich einen Grund zum Feiern! Die Bürgerinnen und Bürger haben es mit vereinten Kräften geschafft, beim Online-Voting der Südostbayernbahn (SOB) für neue Zugpatenschaften den ersten Platz zu ergattern. Damit wird ab 2027 ein Wasserstoffzug mit dem Namen „KASTL“ auf der Strecke zwischen Mühldorf und Burghausen unterwegs sein. Ein echter Grund zur Freude für die Gemeinde!
Die Konkurrenz war groß, auch Burghausen und Tüßling hatten sich ins Rennen geworfen. Sogar größere Städte wie Mühldorf und Altötting gingen leer aus. Aber Kastl hat es geschafft – und das nicht zuletzt durch eine tatkräftige Mobilisierung der Bevölkerung. Über Plakate, die Homepage und die Heimat-Info-App wurde unter dem Slogan „Kastl soll auf die Schiene“ für Stimmen geworben. Bürgermeister Martin Zwislsperger zeigte sich überrascht und stolz über den Erfolg und betonte, dass es sich nicht um ein Prestigeprojekt handelt. Vielmehr soll der Zug als Aushängeschild fungieren und die Sichtbarkeit der Gemeinde erhöhen.
Ein Wasserstoffzug für die Zukunft
Der Wasserstoffzug wird ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 in Betrieb genommen. Die SOB plant, gleich zu Beginn mit drei Wasserstoffzügen des Typs Siemens „Mireo Plus H“ zu starten. Diese Züge werden schrittweise die alten Dieselloks auf der 32 Kilometer langen Strecke zwischen Mühldorf und Burghausen ersetzen. Und das Beste daran: Der Mireo Plus H fährt nicht nur lokal emissionsfrei, sondern ist auch leiser als herkömmliche Dieselzüge. Ein echter Gewinn für die Umwelt und die Anwohner!
Doch das ist noch nicht alles. Die Wasserstoffversorgung kommt von einer neu errichteten Tankstelle in Mühldorf, die mit 100 Prozent Ökostrom betrieben wird. Das Bundesverkehrsministerium unterstützt das Projekt mit stolzen 8,2 Millionen Euro. Mit dieser Förderung soll der Dieselbetrieb im Schienenpersonennahverkehr in Bayern bis 2040 endgültig der Vergangenheit angehören. Ein ambitioniertes Ziel, das mit Wasserstoff- und Batteriezügen verfolgt wird.
Ein Fest für die Gemeinde
Die Vorfreude auf die Zugtaufe im Jahr 2027 ist bereits spürbar. Kastl plant ein großes Fest, das nicht nur die Einweihung des Zugs feiern soll, sondern auch den Zusammenhalt der Gemeinde stärken wird. Bürgermeister Zwislsperger hat sich bereits angekündigt, an der Jungfernfahrt teilzunehmen. Ein schöner Moment, auf den viele in Kastl hinfiebern. Der Zug soll nicht nur ein Fortbewegungsmittel sein, sondern auch ein Symbol für die Region und ihre Menschen.
Die Zugtaufe erfolgt gestaffelt. Burghausen wird den Anfang machen, gefolgt von Kastl und Tüßling. Da wird es spannend sein zu sehen, wie die neuen Wasserstoffzüge in der Region ankommen. Die Bürgerinnen und Bürger sind sich einig: Ein pünktlicher und zuverlässiger Wasserstoffzug kann den Alltag in der Gemeinde nachhaltig verändern. Vor allem für Jugendliche, Senioren und Berufspendler wird der Bahnhalt von großer Bedeutung sein.
Mit dem Einsatz des Mireo Plus H wird in Bayern nicht nur der erste Regelbetrieb eines Wasserstoffzugs eingeläutet, sondern auch ein Zeichen gesetzt für eine nachhaltige Mobilität. In Zeiten des Klimawandels ist es wichtig, alternative Antriebe in den Fokus zu rücken. Der Wasserstoffzug könnte somit nicht nur Kastl, sondern die gesamte Region in eine grünere Zukunft führen.
