Heute ist der 27. Mai 2026 und in Gmund am Tegernsee, wo die Alpen die Luft mit frischer Brise durchtränken, findet man im Jagerhaus eine Ausstellung, die wirklich ins Auge springt. Heike Schäfer, eine internationale Bildhauerin, hat mit ihren biomorphen Skulpturen ein ganz neues Kapitel in der Kunstszene aufgeschlagen. Die Ausstellung trägt den Titel „Mundus“ und läuft bis zum 22. Juni 2026. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich diesen kreativen Leckerbissen nicht entgehen lassen!

Die Vernissage am 21. Mai war ein kleines, aber feines Event mit etwa 20 Besuchern, die sich von Heike Schäfers Arbeiten verzaubern ließen. Bei einem anregenden Künstlergespräch mit der Journalistin Gisela Maria Freisinger gab die Künstlerin spannende Einblicke in ihre Arbeit und die Materialien, die sie verwendet. Interessanterweise setzt Heike Schäfer nicht auf natürliche Elemente, sondern nutzt industrielle Materialien wie Wellpappe, gestrickte Hanfschnur und Epoxidharz. Diese Kombination verleiht ihren Skulpturen eine ganz eigene, moderne Ästhetik.

Ein Blick auf die Werke

Besonders beeindruckend sind die großen Skulpturen wie „Phönix“ und „Großer Asteroid“, die im Jagerhaus ausgestellt sind. Diese Werke strahlen eine kraftvolle Präsenz aus und ziehen den Betrachter sofort in ihren Bann. Neben diesen großen Arbeiten gibt es auch zahlreiche kleinere Objekte, die in ihrer Detailverliebtheit und Verarbeitung überzeugen. Man könnte fast sagen, dass jede Skulptur eine eigene Geschichte erzählt – und das, ohne ein Wort zu verlieren!

Die Öffnungszeiten des Jagerhauses sind freitags, sonntags und montags von 14 bis 17 Uhr. Ein Besuch ist also auch an einem entspannten Sonntag bestens möglich. Uwe Göbel, der den Kontakt zu den Verantwortlichen des Jagerhauses hergestellt hat, hat hier wirklich einen Volltreffer gelandet. Inmitten des historisch-konservativen Ambientes fühlt man sich wie in einem spannenden Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Ein internationaler Austausch

Heike Schäfer ist nicht nur lokal aktiv, sondern hat auch an bedeutenden Biennalen teilgenommen, darunter im Jahr 2016 in China und Italien. Ihre Werke haben sich über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht und sorgen für Aufsehen in der internationalen Kunstszene. Es ist faszinierend zu sehen, wie sie in Gmund ihre Ideen mit den Besuchern teilt und gleichzeitig die Verbindung zur Welt der Kunst herstellt. Die Ausstellung „Mundus“ ist somit nicht nur eine Präsentation ihrer Arbeiten, sondern auch ein Raum für Austausch und Inspiration.

Eine Kombination aus industriellen Materialien und künstlerischem Ausdruck – das ist, was Heike Schäfer ausmacht. Sie bringt frischen Wind in die Kunstlandschaft und zeigt, dass man auch mit unkonventionellen Mitteln Großes schaffen kann. Vielleicht ist es genau das, was die Kunst so spannend macht: der ständige Wandel und die kreativen Herausforderungen, die sich daraus ergeben.