Heute ist der 26.05.2026 und das Pfingstwochenende hat im Landkreis Miesbach seine Spuren hinterlassen. Die Einsatzkräfte des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) waren gefordert wie selten zuvor. Bei sommerlichen Temperaturen, hohem Verkehrsaufkommen und einer Vielzahl von Veranstaltungen standen die 168 Helfer im Dauereinsatz und leisteten mehr als 1000 ehrenamtliche Stunden. Respekt an alle, die in diesen Tagen ihr Bestes gegeben haben!

Von Freitag bis Pfingstmontag verzeichnete der Rettungsdienst stolze 222 Einsätze. Die Palette reichte von Verkehrsunfällen über internistische Notfälle bis hin zu Freizeit- und Sportunfällen. Da wurde so manches Mal schnell reagiert, ganz besonders an den touristischen Hotspots. Die Schnelleinsatzgruppen und die ehrenamtlichen Einheiten der BRK-Bereitschaften wurden zu elf Einsätzen alarmiert. Ein besonders prägender Vorfall war ein Busunfall auf der Autobahn A8. Der Fahrer wurde ohnmächtig, doch die Reiseleiterin verhinderte Schlimmeres – das ist Glück im Unglück!

Sicher im Wasser: Die Wasserwachten des BRK

Aber nicht nur auf den Straßen, auch an den Gewässern war viel los. Die Wasserwachten des BRK leisteten an den idyllischen Plätzen wie Schliersee, Tegernsee und Spitzingsee zahlreiche Hilfeleistungen. Dabei wurden insgesamt vier Wasserrettungseinsätze, elf Erste-Hilfe-Leistungen und acht präventive Hilfeleistungen dokumentiert. 140 ehrenamtliche Wasserretter waren im Einsatz, unterstützt von Helfern, die sich um die Fahrzeugbesetzungen und die Materiallogistik kümmerten. Das hat sich gelohnt – ein gutes Gefühl, wenn man sieht, wie viele Menschen bereit sind, sich für andere einzusetzen.

Pfingsten an den Küsten: Ruhe an Nord- und Ostsee

<pIm Gegensatz dazu verlief das Pfingstwochenende für die Seenotretter, DLRG, Feuerwehren und Wasserschutzpolizei an Nord- und Ostsee sowie auf den deutschen Binnengewässern erstaunlich ruhig. Größere Notfälle mit Motorbooten oder Segelyachten blieben aus. Stattdessen sorgten ungewöhnliche Einsätze für Schlagzeilen. Ein Amphibienfahrzeug war beispielsweise in Seenot auf der Schlei geraten. Der Fahrer konnte das Ufer nicht erreichen und musste von den Seenotrettern gerettet werden. Das ist schon ein skurriler Anblick, wenn ein Auto ins Wasser muss!

In Büsum wurde ein Rehbock entdeckt, der von Passagieren eines Ausflugskutters im Wasser gesichtet wurde. Die Seenotretter rückten mit dem Arbeitsboot „Thodor Storm“ aus, nahmen den Bock an Bord und übergaben ihn später einem Jäger, der ihn in die Freiheit entließ. Ein kleines Abenteuer für das Tier – der Glückspilz!

Es gab auch einen Einsatz in Glückstadt, wo Segler Notruf absetzten, weil ihr Boot in Schieflage geraten war. Die Feuerwehr stellte fest, dass die Crew einfach geschlafen hatte, während das Boot auf Grund aufsetzte. Da könnte man sagen: Das ist mal ein bisschen ungeschickt, oder? Und in Rügen gab es einen technischen Defekt auf einer Segelyacht, was zu starker Rauchentwicklung führte. Doch das Feuer blieb aus, und die Yacht konnte mit eigener Kraft in den Hafen einlaufen. Die Besatzung blieb zum Glück unverletzt, und das ist das Wichtigste.

Einsätze gab es auch auf dem Gardasee, wo eine deutsche Familie mit ihrem Katamaran strandete und kenterte. Die Küstenwache war zur Stelle und rettete die Familie – ein ganz normaler Tag im Leben der Retter! Man merkt schon, dass Pfingsten nicht nur in Miesbach, sondern auch an den Küsten ein buntes Treiben war, mit tollen Geschichten und ein wenig Nervenkitzel. Es bleibt zu hoffen, dass wir in Zukunft noch mehr solcher Geschichten erleben dürfen – aber vielleicht mit etwas weniger Aufregung!