Heute ist der 10.05.2026, und in Miesbach gibt es Grund zur Freude! Andreas Lenz hat beim „Two-Volcano-Sprint“ in Neapel eine beeindruckende Leistung gezeigt, die uns alle in Staunen versetzt. Er und sein Teampartner Martin Moritz traten in einem Rennen an, das nicht nur schweißtreibend, sondern auch ein echtes Abenteuer war. Mit 1200 Kilometern und sagenhaften 25.000 Höhenmetern war diese Herausforderung nicht für schwache Nerven gemacht. Um 5 Uhr morgens, am Fuß des Vesuvs, ging es los – die Vorfreude auf das, was kommen sollte, war spürbar.

Die beiden Radler, die unter dem Teamnamen „Baffi Bici Basta“ starteten (was soviel wie „Schnauzer, Radl und ois is guad“ bedeutet), begannen das Rennen kontrolliert. Während andere Teams wie die Feuerwehr durchstarteten, hielten sie sich zurück, was sich als kluger Schachzug herausstellen sollte. Die erste große Herausforderung war der Monte Gelbison mit seinen steilen Rampen von 5-15%. Wer schon einmal mit dem Rad bergauf gefahren ist, weiß, dass solche Steigungen alles abverlangen – und das gleich zu Beginn! Nach 450 Kilometern legten sie in Lauria eine dringend benötigte Nachtruhe ein, doch die Erholung war nur von kurzer Dauer. Am nächsten Morgen wurde Moritz von Rückenschmerzen geplagt, die ihn schließlich zum Abbruch zwangen. Das war ein harter Schlag, denn sie lagen zu diesem Zeitpunkt in der Teamwertung in Führung.

Ein einsamer Kampf

Andreas Lenz entschied sich, das Rennen alleine fortzusetzen, und das war mutig! In einem regelrechten „Rausch“ fuhr er die restlichen 450 Kilometer und 10.000 Höhenmeter allein. Die Strecke war technisch anspruchsvoll, mit vielen Kurven und schlechten Straßen, aber Lenz ließ sich nicht aufhalten. Er hielt nur für eine kurze Frühstückspause an – schnell wieder auf dem Sattel, um das Ziel zu erreichen. Um 4:20 Uhr morgens, nach einer finalen Herausforderung am Ätna, überquerte er die Ziellinie in Nicolosi. Moritz wartete dort auf ihn, und es war ein versöhnliches Ende eines emotionalen Rennens.

Obwohl Lenz und Moritz in der offiziellen Teamwertung nicht mehr gelistet waren, war Lenz mit seiner Leistung zufrieden. In unter 72 Stunden hatte er die 1200 Kilometer zurückgelegt und war sogar schneller als das Gewinnerteam, das 30 Stunden später ins Ziel kam. Das spricht für sich! Natürlich spürte Lenz die Belastung in den Tagen nach dem Rennen. Wer könnte das nicht? Die Frage, ob er regelmäßig an Ultra-Radrennen teilnehmen möchte, blieb offen – abschrecken ließ ihn die Erfahrung jedoch nicht.

Ein Blick in die Zukunft

Wenn man so eine Herausforderung meistert, kommen einem viele Gedanken in den Kopf. Lenz plant bereits, wieder auf das Rad zu steigen. Vielleicht wird er ja bald wieder auf die Straßen der Alpen oder durch die malerische bayerische Landschaft touren. Solche Erlebnisse schweißen zusammen, und die Erinnerungen an die Anstrengungen und das Durchhaltevermögen bleiben für immer. Neapel, mit seinen atemberaubenden Landschaften und der Leidenschaft der Radfahrer, wird für Lenz ein unvergessliches Kapitel in seinem Sportleben sein.

In Miesbach sind wir stolz auf unsere Radler, die sich solch großen Herausforderungen stellen. Es ist nicht nur ein Rennen, es ist eine Reise zu sich selbst, eine Prüfung der Limits und der unerschütterlichen Freundschaft. Und wer weiß, vielleicht steht der nächste „Two-Volcano-Sprint“ schon bald wieder an – wer wäre nicht bereit, sich dieser Herausforderung erneut zu stellen?