Heute ist der 7.05.2026 und in Miesbach tut sich einiges! Der Zuchtverband für Oberbayerisches Alpenfleckvieh Miesbach e.V. hat große Pläne, die nicht nur die lokale Landwirtschaft, sondern auch den Hochwasserschutz in Kleinthal betreffen. Nach dem verheerenden Starkregen im Juni 2022, der die Kleinthalstraße unter Wasser setzte, ist die Notwendigkeit eines funktionierenden Hochwasserschutzes dringlicher denn je. Und genau hier setzen die neuen Maßnahmen an.
Im Norden des Areals plant der Zuchtverband nicht nur einen Lager- und Produktionsbau, sondern auch ein Gästehaus und Wohnungen für Mitarbeiter. Das Ziel? Ein umfassendes Konzept, das den Hochwasserproblemen im Ortsteil Kleinthal den Kampf ansagt. Die Vorzugsvariante umfasst die Überleitung des Floigerbachs in ein Hauptbecken, das zusätzlich auch Wasser aus dem Thalerbach aufnehmen soll. Klingt nach einem soliden Plan, oder?
Innovative Lösungen für die Zukunft
Das neue Becken wird in der Lage sein, auflaufendes Wasser zurückzuhalten und kontrolliert abzulassen – eine Maßnahme, die den HQ100-Kriterien entspricht und somit förderfähig ist. Sogar eine Flutmulde zur Vermeidung von Überschwemmungen bei schwächeren Regenfällen ist in Planung. Im Rahmen dieser Maßnahmen sind auch Geländeabsenkungen westlich des Thalerbachs geplant, was etwa 1,24 Hektar Fläche umfasst. Hier wird mit heimischem Saatgut begrünt, denn die Natur soll schließlich auch ein Stück weit zurückgegeben werden.
Doch das ist noch nicht alles: Die Kosten für die Flutmulde sind von anfänglichen 200.000 Euro auf voraussichtlich 450.000 Euro gestiegen. Eine saftige Summe, aber die Sicherheit der Anwohner hat schließlich oberste Priorität. Um das Niederschlagswasser effizient abzuleiten, wird es im Süden in Richtung B472 geleitet. Ein kluger Schachzug, der den Druck von den Straßen nehmen soll.
Ein Blick in die Geschichte
Der Zuchtverband selbst hat eine lange Geschichte – 1892 gegründet, zählt er mittlerweile über 1.347 Mitgliedsbetriebe und beeindruckende 58.999 Herdebuchkühe. Ein wahres Schwergewicht in der Region! Bei der kürzlich stattgefundenen Jubiläumstierschau „50 Jahre der Rinderzucht Südbayern“ in der Hochlandhalle Weilheim konnte der Verband zeigen, was in ihm steckt. 75 Tiere wurden vorgeführt, darunter 21 Kühe aus Miesbach. Die Schirmherrin, Ministerin Michaela Kaniber, betonte die enorme Bedeutung der Fleckviehzucht für Bayern. Diese Tradition ist nicht nur ein Stück Geschichte, sondern auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
Die Champions des Abends? Die Majestix-P*S-Tochter Erina von Hans Rauchenberger aus Lenggries wurde zum Jungchampion gekürt. Auch die anderen Gewinner – Britta, Mira, Freude und Olivia – haben die Herzen der Zuschauer erobert. Es war, ehrlich gesagt, ein Fest für die Sinne! Die Begeisterung für die Rinderzucht ist hier in der Region spürbar und das nicht nur in der Halle, sondern auch in den Ställen der Mitgliedsbetriebe.
Mit diesen neuen Projekten im Bereich Hochwasserschutz und den starken Wurzeln in der Rinderzucht zeigt der Zuchtverband Miesbach, dass er sowohl in der Tradition verwurzelt als auch für die Zukunft gut aufgestellt ist. Ein aufmerksamer Blick in die nahe Zukunft und ein respektvoller Umgang mit der Natur – das sind die Zutaten, die es braucht, um die Herausforderungen, die vor uns liegen, zu meistern.