Heute ist der 4.05.2026 und die Diskussion um die geplante Forststraße zur Jägerbauernalm sorgt in der Region Miesbach für ordentlich Zündstoff. Die Alpenvereinssektion Leitzachtal drückt ihre Sorge über den Verlust eines beliebten Wanderwegs aus. Denn die idyllisch gelegene Jägerbauernalm, die auf etwa 1600 Metern Höhe im Benzingkessel oberhalb von Aurach thront, könnte durch den Bau dieser Straße erheblich in Mitleidenschaft gezogen werden. Ein Fehler, der die unberührte Natur gefährden könnte!

Das Landratsamt hat bereits eine Ausgleichsmaßnahme in Form eines Wildschutzgebiets angekündigt, das vom 15. Dezember bis 31. Juli für Betretungsverbot sorgt. Doch der Deutsche Alpenverein (DAV) schlägt Alarm: Die Straße könnte ab Mai befahren werden, während das Gebiet für Wanderer bis Ende Juli gesperrt bleibt. Ein Widerspruch, der viele auf die Barrikaden bringt! Zumal die Befürchtungen laut werden, dass eine bessere Erschließung – insbesondere für (E-)Mountainbiker – nur mehr Freizeitdruck erzeugen wird. Wo bleibt da die Ruhe in der Natur?

Petition für den Erhalt der Natur

Um die Pläne zu stoppen, wurde eine Online-Petition mit dem Titel „Rettet den Jägerkamp – keine Straße zur Jägerbauernalm!“ ins Leben gerufen. Und der Zuspruch ist gewaltig! Bis Sonntagmittag haben fast 1500 Menschen unterschrieben, über 560 davon aus dem Landkreis Miesbach. Das zeigt, dass das Thema ganz viele Menschen bewegt – Wanderer, Gleitschirmflieger und Naturfreunde sind sich einig: Hier muss etwas geschehen! Über 500 Kommentare zur Petition zeugen von der Leidenschaft, die die Menschen für ihre Region empfinden.

Kritiker der geplanten Forststraße argumentieren, dass sowohl die Straße als auch das Betretungsverbot den Zugang für naturbewusste Nutzer empfindlich einschränken könnten. Die befürchtete Erschließung könnte die unberührte Naturlandschaft über mehr als 700 Höhenmeter nachhaltig beeinträchtigen. Ein Gedanke, der einem beim Anblick der majestätischen Berge ganz schön zu schaffen macht.

Die Landwirtschaft sieht das anders

Doch nicht jeder sieht die Sache so dramatisch. Die Initiative des DAV wird teilweise von der Landwirtschaft kritisch betrachtet. Hier wird der Wunsch nach besserer Erschließung anerkannt, gleichzeitig wird die Bedeutung einer nachhaltigen Bewirtschaftung für den Erhalt der Biodiversität betont. Der Landwirt, der vor drei Jahren bereits Pläne für einen Fahrweg ablehnte, hat sicherlich seine Gründe. Doch kann man sich nicht auch einig werden?

Die neue Forststraße könnte, laut ersten Schätzungen, mindestens vier bis fünf Kilometer lang und fünf Meter breit sein, mit breiteren Kehren und einer nicht zu unterschätzenden Erosionsgefahr. Ein Termin Mitte Mai ist geplant, um die Argumente beider Seiten ausführlich zu hören. Man darf gespannt sein, wie sich die Diskussion weiterentwickelt und ob vielleicht ein Kompromiss gefunden wird, der sowohl die Natur als auch die Bedürfnisse der Landwirtschaft berücksichtigt.