Heute ist der 4.05.2026, und im Neureuthersaal in Gmund hat sich die Arbeitsgemeinschaft Tegernseer Tal für Energie und Klimaschutz (attek) getroffen. Ein Treffen, das eigentlich für mehr Aufsehen sorgen sollte – doch nur 25 von 100 eingeladenen Gemeinde- und Stadträten fanden den Weg dorthin. Die meisten kamen aus Gmund und Tegernsee. Und das, obwohl das Ziel klar war: eine Standortbestimmung und eine neue Marschrichtung für die Energiewende im Landkreis Miesbach. Spannend, oder?
Die beiden Sprecher Johann Schmid und Thomas Mandl waren sich einig, dass innovatives Denken jetzt gefragt ist. Immerhin wurde bereits 2005 beschlossen, dass der Landkreis bis 2035 unabhängig von fossilen Energieträgern werden soll. Aktuell sieht die Energiebilanz allerdings so aus: 53% des Energieverbrauchs stammen vom Verkehr, 33% von der Wärme und 14% vom Strom. Ein gewaltiger Berg an Aufgaben wartet also!
Ein Blick auf die Projekte und Herausforderungen
Andreas Scharli von der Energiewende Oberland (EWO) machte deutlich, wie wichtig Wärmeplanung und Energienutzungspläne für die Gemeinden sind. Ein paar Beispiele, die Mut machen: In Gmund gibt es eine PV-Anlage und in Fischbachau wurden sechs Nahwärmenetze ins Leben gerufen. Das sind Schritte in die richtige Richtung, keine Frage. Doch die geopolitischen Entwicklungen der letzten Zeit haben die Nachfrage nach erneuerbaren Energien noch einmal angeheizt. Es ist wie ein Wettlauf gegen die Zeit – und das Gefühl, dass wir schneller werden müssen, schwingt in der Luft.
Florian Kausch stellte das Mobilitätskonzept für das Tegernseer Tal vor, das sage und schreibe 104 Maßnahmen umfasst. Beeindruckend, aber auch hier gibt es noch viel zu tun. Die langsame Umsetzung der Verkehrskonzepte sorgte für Diskussionsstoff. Immer wieder wird deutlich, dass Multikonzepte notwendig sind, um den Herausforderungen gewachsen zu sein. Die Einladung zum E-Mobilitätstag im September am Volksfestplatz könnte ein guter Start sein, um mehr Menschen für die Thematik zu sensibilisieren.
Das interkommunale Hallenbad und mehr
Ein Thema, das ebenfalls auf der Agenda stand, war das Energiekonzept des geplanten interkommunalen Hallenbades. Leider konnte Michael Bourjau aufgrund eines Streiks nicht darüber berichten. Aber die Vorfreude bleibt: Thomas Mandl und Johannes von Miller berichteten über das CO₂-neutrale Schwimmbad in Regensburg und die bevorstehende Ausschreibung für das kommunale Talbad. Die Entscheidung über die Bauweise soll in den nächsten vier Wochen fallen. Und hey, die Finanzierung muss auch von den Lokalparlamenten abgesegnet werden – das wird spannend!
Die Energiewende im Tegernseer Tal ist also in vollem Gange, auch wenn die Umsetzung manchmal wie ein zäher Kaugummi wirkt. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass die Zeit gegen uns arbeitet, während wir versuchen, die Weichen für eine nachhaltige Zukunft zu stellen. Doch mit jedem einzelnen Schritt, den wir tun – sei es in der Wärmeplanung, der Mobilität oder bei neuen Projekten – kommen wir dem Ziel ein Stück näher. Und das ist letztendlich das, was zählt.